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Agentur für Arbeit : Milder Winter entspannte den Arbeitsmarkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Arbeitslosenquote liegt deutlich unter der des Vorjahres

von
erstellt am 01.Apr.2016 | 08:45 Uhr

Neumünster | Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Mittelholstein weiter zurückgegangen und liegt nun im Bezirk der Arbeitsagentur Neumünster (Stadt Neumünster und Kreis Rendsburg-Eckernförde) bei knapp 11500. Das sind gut 200 weniger als im Februar und sogar fast 500 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,4 Prozent. Im Februar betrug sie 6,5 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 6,7 Prozent.

In Neumünster blieb die Zahl mit 4170 Arbeitslosen (minus 2) im März nahezu konstant, ging aber im Jahresvergleich um knapp 170 oder fast 4 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote liegt hier wie im Februar bei 10,1 Prozent. Vor einem Jahr im März 2015 waren es noch 10,7 Prozent. Jens-Peter Stahl, der stellvertretende Leiter der Arbeitsagentur, nannte als Gründe die „milde Witterung und eine weiterhin positive konjunkturelle Entwicklung“.

Allerdings hält der positive Trend bei den gemeldeten freien Arbeitsstellen nicht an. Das erklärt Stahl mit Vorzieh-Effekten. „Der milde Winter hat in vielen Bereichen durchgehende Arbeiten ermöglicht. Dort gibt es keinen Nachholbedarf“, sagte Jens-Peter Stahl gestern.

Dennoch bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften über dem Vorjahresniveau. So seien dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter im März 760 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet worden. Das seien 294 weniger als im Februar (minus 28 Prozent), aber 96 mehr als vor einem Jahr (plus 14,5 Prozent). Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Öffentliche Verwaltung, dem Gastgewerbe, dem Baugewerbe sowie dem Handel waren im März auf der Suche nach Personal.

Leicht gestiegen sind auch die gemeldeten Ausbildungsstellen. Ihre Zahl liegt seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2015 nun bei knapp 1660. Die Zahl der Lehrstellenbewerber ist dagegen gesunken: Bis Ende März meldeten sich rund 1400 Bewerber, ein Minus von 90 oder 6 Prozent.

„Rein rechnerisch gibt es zurzeit mehr Ausbildungsstellen als Bewerber“, sagte Stahl und warb für die Chancen einer dualen Ausbildung. Jugendliche sollten sich sehr genau über ihre Möglichkeiten beraten lassen. „So können sie eine individuell gute Entscheidung bei der Frage duale Ausbildung oder Besuch einer weiterführenden Schule treffen“, so Stahl.

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