Schwerer Unfall auf der A7 : Milchlaster kippte um

Die Feuerwehr musste den Fahrer und seinen Beifahrer schwer verletzt aus dem völlig demolierten Milchlaster befreien. Beide Männer kamen ins Krankenhaus.
Die Feuerwehr musste den Fahrer und seinen Beifahrer schwer verletzt aus dem völlig demolierten Milchlaster befreien. Beide Männer kamen ins Krankenhaus.

Zwei Männer wurden bei einem Unfall auf der Autobahn 7 schwer verletzt.

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13. Juni 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Bei einem Unfall wurden in der Nacht zu gestern auf der Autobahn 7 kurz vor der Abfahrt Neumünster-Nord zwei Männer in einem Lastwagen eingeklemmt und schwer verletzt. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Strecke Richtung Hamburg für rund fünf Stunden komplett gesperrt werden. Besonders im Berufsverkehr bildeten sich längere Staus – auch die Ausweichstrecken waren phasenweise stark belastet.

Laut Polizeisprecherin Finja Böttke ereignete sich der Unfall gegen 2.30 Uhr, als der Fahrer (22) eines Milchlasters mit Anhänger aus dem Kreis Steinburg zwischen dem Bordesholmer Dreieck und der Abfahrt Neumünster-Nord nach eigenen Abgaben einem Gegenstand auf der Fahrbahn ausweichen wollte. Er verlor die Kontrolle über das schwere Fahrzeug. Der Lkw kippte um und blieb schließlich auf dem Dach in einem Graben liegen. Der Fahrer und sein Beifahrer (23) wurden im Führerhaus des Lasters eingeklemmt.

Die Berufsfeuerwehr Neumünster und die Freiwillige Feuerwehr aus Bordesholm eilten zur Unfallstelle. Erst nach über einer Stunde konnten die beiden Männer schwer verletzt aus dem total demolierten Laster befreit werden. Ein Rettungshubschrauber landete auf der Gegenfahrbahn. Deshalb musste auch die Strecke Richtung Norden kurzzeitig gesperrt werden. Die Verletzten wurden in die Universitätsklinik nach Kiel und ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht laut Polizei zum Glück nicht.

Der völlig zerstörte Lastwagen wurde abgeschleppt. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 150.000 Euro.

Weil bei dem Unfall Milch und Öl ausgelaufen waren, wurde das Umweltamt in Rendsburg informiert. Dieses stellte fest, dass überwiegend Milch in den Graben geflossen war. Nur ein kleiner Teil war mit Öl verunreinigt. Eine Lehmschicht im Graben verhinderte, dass die Flüssigkeiten tiefer in die Erde eindrangen. Schnell wurden Milch und Öl von einem speziellen Saugwagen abgepumpt. Letzte oberflächliche Schäden sollen ab heute beseitigt werden, erklärte Michael Wittl, Fachdienstleiter des Umweltamtes.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten waren die A7 in Richtung Süden ab Bordesholm und die A215 ab Blumenthal voll gesperrt. Der Verkehr wurde über Bordesholm und Nortorf umgeleitet. Insbesondere im Bereich Bordesholm, Einfelder Schanze, Kieler Straße und Stoverweg kam es im Berufsverkehr zu Behinderungen. Gegen 7.30 Uhr rollte der Verkehr auf der Autobahn jedoch wieder. Unzufrieden waren die Einsatzkräfte mit den Autofahrern auf der Autobahn, die direkt nach dem Unfall im Stau standen. Viele von ihnen hatten keine Rettungsgasse gebildet, sodass Feuerwehr und Polizei über den Standstreifen zur Unfallstelle fahren mussten. „Das kann schon wertvolle Minuten kosten“, so die Polizei.

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