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Urteil am Landgericht Kiel : Messerattacke auf Ex-Freundin - Über 10 Jahre Haft

vom

Er stach auf seine Ex-Freudin ein, als sie gerade aus dem Auto steigen wollte. Erst ein Polizist kann den Mann wegreißen.

Kiel/Neumünster | Wegen versuchten heimtückischen Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung muss ein 43 Jahre alter Angeklagter zehneinhalb Jahre in Haft. Zugleich ordnete das Kieler Landgericht am Donnerstag die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Fachklinik an.

Der Staatsanwalt hatte zuvor unter anderen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung neun Jahre Haft und die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Fachklinik beantragt. Laut Gutachten ist der Angeklagte psychisch krank und beging die Gewalttaten im Zustand der Schuldunfähigkeit.

Nach Auffassung des Anklägers verfolgte und misshandelte der Mann die Mutter eines gemeinsamen Kindes immer wieder und ließ sich auch durch ein Kontaktverbot nicht stoppen. Am 18. Juni 2015 kam es dann zu der Tat. Gegen 23.45 Uhr kam die Frau mit ihrem Auto nach Hause. Als sie vor ihrer Wohnung an der Wasbeker Straße 108 in Neumünster parkte, ahnte sie nicht, dass ihr Peiniger bereits wartete.

Laut Anklage soll sich der kräftige Mann, der ebenfalls in Neumünster wohnte, damals hinter den Mülltonnen versteckt haben. „Mit dem Messer über dem Kopf rannte er auf das Auto zu, riss die Fahrertür auf und stach sofort hemmungslos mit einem Klappmesser auf sie ein“, schilderte der Staatsanwalt im Prozess.

Passanten, die die verzweifelten Hilfeschreie des Opfers hörten, riefen die Polizei, konnten den Mann aber nicht stoppen. Erst einem Polizisten gelang es, den Angreifer von seinem schwer verletzen Opfer zu ziehen, so die Anklage. Die Frau drohte zu verbluten. Noch heute leidet sie an den Folgen, hat Schmerzen, Taubheitsgefühle und Angstattacken. Ihren Beruf als Altenpflegerin kann sie nicht mehr ausüben.

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erstellt am 24.Mär.2016 | 12:44 Uhr

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