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Ehrenamtmesse : Messe zeigte die Vielfalt des Ehrenamts

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gut 2000 Besucher nutzten die Messe, um sich über ehrenamtliche Betätigungen zu informieren.

Neumünster | Zum fünften Mal fand am Sonnabend in der Stadthalle die alle vier Jahre vom Ehrenamt-Netzwerk Schleswig-Holstein ausgerichtete Ehrenamtmesse statt. Zum ersten Mal wurde sie vom Kreisverband Neumünster des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Auftrag der Stadt organisiert. Unter dem Motto „Miteinander. Vielfalt. Leben“ stellten sich rund 50 Organisationen mit 70 Projekten aus Neumünster vor. Gut 2000 Besucher nutzten die Messe, um sich über ehrenamtliche Betätigungen zu informieren.

Insgesamt habe die Zahl an Ehrenamtlichen deutlich zugenommen, meinte Sabine Krebs vom DRK-Projektteam. „Das ist der Flüchtlingssituation geschuldet“, erklärte sie. Auch Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger betonte in ihrer Eröffnungsrede: „Wir stehen vor Herausforderungen, die der Staat alleine nicht bewältigen kann.“

Eine thematische Verteilung der Stände schleuste die Besucher durch das Foyer und den Festsaal. So hatten sich neben dem Arbeitskreis Alte Obstwiese und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die Naturfreunde niedergelassen.

Auch die Seniorenarbeit war vielfach vertreten, zum Beispiel durch den Senioren-Computer-Club. Unter den Einrichtungen für die Jugendarbeit war auch die Julimarina Stiftung von Julian (40) und Marina (32) Schmitt. „Viele kennen uns gar nicht, obwohl wir schon mit hunderten von Kindern Ferienfreizeiten gemacht haben“, sagte Julian Schmitt. Seit 20 Jahren organisiert er ehrenamtlich Jugendfreizeiten und hat vor zehn Jahren die Stiftung gegründet. „Man sieht, dass die Arbeit ankommt. Wenn sich die Kinder freuen, ist das der Lohn“, erklärte Schmitt, der hauptberuflich im Finanzwesen tätig ist. Während der Messe vor vier Jahren konnten sie Mario Kähler (23) als Betreuer gewinnen, der seitdem regelmäßig in den Sommerferien mit anpackt. „Ich finde es schön, den Kindern etwas zu geben, was sie sonst nicht hätten“, erklärte der Postmitarbeiter seine Motivation.

Eine perfekte Verbindung von Hobby und sozialer Hilfe verbindet sich für Andrea Jacobsen in ihren Ehrenamt. Sie arbeitet seit fünfeinhalb Jahren in der evangelischen Krankenhausbücherei im FEK. „Einerseits ist es schwer, kranke Patienten zu erleben. Aber es ist ein schönes Gefühl, die Freude und Dankbarkeit zu sehen“, sagte die Hausfrau und Mutter, die einen Vormittag in der Woche mit ihrem Bücherwagen von Zimmer zu Zimmer fährt. „Ein Ehrenamt ist mehr als ein Hobby, es ist eine Herzenssache“, beschrieb Janne Schmilgies ihre Arbeit beim Malteser Hilfsdienst. Die Krankenschwester ist ausgebildete Sanitäterin und schminkt „Patienten“ für realistische Unfall- und Notfalldarstellungen. „Außerdem lernt man viel dazu“, ergänzte Heike Reumann, die mit Hilfe von Schwämmchen und Farbe einen Kreislaufkollaps verpasst bekam. Etwa zehn Stunden ihrer Freizeit verbringt sie monatlich bei den Maltesern.

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