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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 22:01 Uhr

Nordbau : Messe-Start mit königlichen Weihen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Prinz Joachim zu Dänemark eröffnete mit Ministerpräsident Torsten Albig die 60. Nordbau. Seit 40 Jahren gibt es einen dänischen Gemeinschaftsstand

von
erstellt am 10.Sep.2015 | 07:15 Uhr

Neumünster | Ministerpräsident Torsten Albig und Prinz Joachim zu Dänemark haben gestern die Nordbau auf dem Gelände der Holstenhallen eröffnet. Der Grund für so viel Prominenz ist ein doppeltes Jubiläum: Nordeuropas größte Baufachmesse feiert ihre 60. Auflage, die dänischen Aussteller sind dabei zum 40. Mal auf einem Gemeinschaftsstand vertreten. 846 Aussteller aus 17 Ländern zeigen auf der Leistungsschau noch bis zum Sonntag die Neuheiten der Branche. Erwartet werden wieder rund 70  000 Messebesucher.

„Die Investition von mehr als 20 Millionen Euro in die Modernisierung der Holstenhallen hat sich gelohnt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras bei der Messeeröffnung, die erstmals im neuen Forum der Holstenhalle zelebriert wurde. Die Hallen erstrahlen in neuem Glanz und stärken Neumünsters Rolle als Messestandort.

Vom Bauboom in der Stadt profitiert die gesamte Branche, sagte Tauras mit Blick auf den noch im September öffnenden zweiten Bauabschnitt im Outlet-Center, das Mitte Oktober startende ECE-Einkaufscenter Holsten-Galerie und den Breitbandausbau. Neumünster werde deshalb schon „Stadt der Kräne“ genannt und präsentiere sich auch mit dem Kunstflecken und der Weinköste. Stolz ist Tauras auch auf die Willkommenskultur für Flüchtlinge. Inspiration von der Nordbau erhofft sich der Ministerpräsident auch für die Flüchtlingsunterkünfte im Land.

Neumünster sei ein leuchtendes Beispiel, lobte Ministerpräsident Albig. Was in der Stadt und von seinen Bürgern geleistet werde, sei bemerkenswert. Dennoch mahnte er: „Aus Flüchtlingen müssen irgendwann Nachbarn werden. Das funktioniert nur, wenn wir Wohnraum schaffen.“ Er erinnerte an den Kraftakt nach dem Zweiten Weltkrieg, als allein nach Schleswig-Holstein eine Million Menschen als Flüchtlinge kamen. Aktuell seien daher auch unkonventionelle Ideen gefragt. Die Gedankenspiele reichten dabei von einer Renaissance des sozialen Wohnungsbaus über neue genossenschaftliche oder Erbpachtbaumodelle bis hin zu Mikrokrediten mit zins- und tilgungsfreien Jahren für Bauten nach einfacheren Standards. „Die Nordbau kommt zu einem guten Zeitpunkt, solche Themen zu denken“, sagte Albig.

Dänemark ist seit langem Länderschwerpunkt der Messe. 33 Aussteller aus dem Nachbarland sind auf der Nordbau vertreten. Der hohe Besuch sei Ausdruck für das gute dänisch-deutsche Miteinander und für die Wertschätzung, die man der Nordbau entgegen bringe, sagte Albig. Die Baustelle Autobahn 7 betrachtete er aus einem positiven Blickwinkel. „Wir ertüchtigen gerade die Jütlandroute, die Deutschland und Dänemark noch stärker verbindet“, so Albig. Prinz Joachim nannte als weiteres Verkehrsprojekt die feste Fehmarnbelt-Querung, von der ganz Europa profitieren werde.

Jan Hesselberg leitet seit neun Jahren den Gemeinschaftsstand der dänischen Aussteller in Halle 8 und nannte „Deutschland den wichtigsten Exportmarkt für die dänische Bauindustrie“. In der aktuellen Krise in Russland und China sei die Bedeutung des deutschen Marktes nochmals gestiegen.


 

 

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