Neumünster : Merkwürdige Kundin versetzte Sparkassenmitarbeiter in Angst

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Das seltsame Auftreten einer Frau interpretierten die Bankangestellten als Überfall.

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07. September 2014, 09:00 Uhr

Neumünster | Einen gehörigen Schreck bekamen die Mitarbeiter der Sparkassen-Filiale in Wittorf vor einigen Tagen. Wie die Polizei jetzt auf Anfrage bestätigte, kam es am späten Nachmittag zu einer äußerst merkwürdigen Begegnung mit einer Kundin, die sich wie ein Überfall darstellte. Laut Polizei äußerte die ältere Frau gegenüber einer Bankangestellten, dass sie „diesmal richtig viel Geld brauche“. Die Mitarbeiterin interpretierte diese Worte als Geldforderung, da sie in dem Moment auch befürchtete, dass die Frau eine Waffe unter der Kleidung hatte. Die Angestellte gab ihr nach Angaben der Polizei „einen höheren Geldbetrag“. Damit verließ sie die Filiale.

Nach wenigen Tagen plagte die Neumünsteranerin aber offenbar das schlechte Gewissen. Sie meldete sich in Süddeutschland bei der Polizei und kehrte wenig später zurück nach Neumünster. „Mittlerweile ist der größte Teil des Geldbetrags wieder zurückgezahlt“, sagte Polizeisprecher Rainer Wetzel. „Kripo und Staatsanwaltschaft haben den Vorfall geprüft und sehen darin keinen Raub. Es wurde zu keiner Zeit gedroht“, so der Polizeisprecher zu dem Vorfall. Hinweise auf eine Waffe gebe es ebenfalls nicht.

„Es ist zum Glück alles glimpflich und ruhig abgelaufen. Niemand wurde verletzt“, erklärte Imke Gernand, Sprecherin der Sparkasse. Die Mitarbeiter der Filiale hätten sich jedoch sehr erschrocken. „Wir sind sofort rausgefahren und haben uns um sie gekümmert“, hieß es.

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