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Hundesport : Mensch und Hund als perfektes Team

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Joachim Neeb und seine Malinois-Hündin gewannen die Landesmeisterschaft in Wasbek / Spannender Wettkampf bei Sonnenschein

Es war ein spannendes Wochenende für Hundesportler. Auf dem Platz des VfH Wasbek am Barmsweg wurde am Sonnabend und Sonntag die Gebrauchshunde-Landesmeisterschaft ausgetragen. Joachim Neeb und seine Malinois-Hündin Ida von Skandinavika (5) vom HSV Kropp sind mit 276 von 300 möglichen Punkten das verdiente Siegergespann. Mit lediglich drei Punkten Differenz (273 Punkte) gaben sich Titelverteidiger Hans-Jürgen Freitag und seine Deutsche Schäferhündin Chilly vom Rothebachquellchen (7) vom PHV Reesedorf mit Silber zufrieden. Dessen Lebenspartnerin Gönnar Ritke und ihr Mischling Timber (8) gesellten sich mit 272 Punkten ebenfalls aufs Treppchen. 17 Hundesportler hatten an der Meisterschaft teilgenommen.

Mit Karl-Heinz Hoffmann und seinem Schäferhund-Mix Brando (6) sowie mit Mohamed Abdel Meguid und seiner Malinois-Hündin Cuckar von den brennenden Herzen (4) hatten sich im Vorwege auch zwei Sportler vom Polizeihundverein Neumünster für die Meisterschaft qualifiziert. „Ich wollte eigentlich nur zur Beschäftigung einen Hund haben, und Malinois haben mich schon immer fasziniert. Dass ich mal Hundesportler werde, war nicht geplant“, erzählte Meguid. Er lebt in Wankendorf und ist seit drei Jahren Mitglied im PHV Neumünster. Er schaffte es am Ende auf Platz 6, Hoffmann auf Platz 11.

Jedes Teilnehmer-Gespann wurde in drei Übungen geprüft: Begleithund, Fährte und Schutzdienst. Bei der Begleithund-Übung geht es um das Wesen des Hundes, Gehorsam und das reibungslose Zusammenspiel zwischen Tier und Mensch. Der Hund muss sich bei dieser Übung von mehreren Ablenkungsmanövern (etwa zwei Schüsse aus einer Starterpistole) unbeeindruckt zeigen und prompt auf Kommandos des Halters reagieren, um sich am Ende im besten Fall das Prädikat „vorzüglich“ zu verdienen. Die Schutzdienstübung war in zwei Kategorien unterteilt. Zunächst musste das jeweilige Tier einen Schutzdiensthelfer „stellen und verbellen“, wie es im Fachjargon heißt. Anschließend muss der Hund den Fluchtversuch des Helfers mit einem beherzten Biss in den geschützten Arm vereiteln. Der zweite Teil der Schutzdienst-Übung nennt sich „lange Flucht“. Schutzdiensthelfer und Hund laufen frontal aufeinander zu. Der Hund springt schließlich aus vollem Lauf dem Helfer entgegen und beißt ihm in den geschützten Arm - spektakulär anzusehen. „Schutzdienst ist die schwierigste aller Übungen. Dabei wird der Kampftrieb des Tieres ausgelöst. Es wird viel von dem Hund abverlangt, dass er bei dieser Übung konzentriert bleibt“, sagte VfH-Vorsitzender Horst Nell.

Dass Hunde wahre Riechspezialisten sind, mussten sie bei der Fährtensuche unter Beweis stellen. Dabei laufen sie zehn Meter vor ihrem Halter eine Fährte ab, die Stunden zuvor durch so genannte Bodenverletzungen (zum Beispiel Fußabdrücke) gelegt wurde. Alle drei Übungen beäugten Prüfungsleiter Michael Nickel und die Leistungsrichter Burkhard Welske (Fährte), Mirco Spiess (Begleithund) und Heiko Masla (Schutzdienst) penibel und beurteilten sie streng.

Weil die Hündin von Joachim Neeb läufig ist, kamen sie stets zuletzt aufs Feld, um die anwesenden Rüden nicht zu verwirren. Mit 100 Punkten zeigten sie die beste Fährte, mit 90 Punkten die beste Begleithundübung. Erst am Sonntagnachmittag machten sie mit 86 Punkten im Schutzdienst ihren verdienten Sieg perfekt. Das Kropper Gespann hat sich damit für die Bundessiegerprüfung qualifiziert, die im kommenden April im westfälischen Herne ausgerichtet wird.






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erstellt am 27.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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