Muttertag : Melodien-Reigen nicht nur für Mütter

Mit schmissigen Märschen, aber auch Filmmelodien und Schlagermedleys begeisterte der Mädchen-Musikzug sein Publikum.
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Mit schmissigen Märschen, aber auch Filmmelodien und Schlagermedleys begeisterte der Mädchen-Musikzug sein Publikum.

Mädchen-Musikzug begeisterte über 300 Zuschauer / Tuba-Spielerin Angelina Kirsch wurde für 450 Einsätze geehrt

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11. Mai 2015, 09:00 Uhr

Neumünster | Das Publikum durfte nicht nur genießen, sondern auch sein musikalisches Wissen beweisen: „Wie viele Titel zählen Sie?“ fragte Dirigent Hans-Georg Wolos, dann spielte der Mädchen-Musikzug das „Instant Concert“ – ein Mix vieler bekannter Melodien. Man sah förmlich, wie die Zuhörer mitzählten: Jingle Bells, Nussknacker, Wedding March, Riverside... – „richtig, es sind 28!“ lobte Wolos am Ende eine Zuhörerin. Einen Reigen bunter Melodien genossen gestern Nachmittag über 300 Zuschauer im Foyer der Stadthalle beim traditionellen Muttertagskonzert.

Mit dem schmissigen Marsch „San Angelo“ begannen die 31 musizierenden Mädchen, weiter ging es mit Filmmelodien von Enio Morricone, bei denen das Publikum in die Western-Welt entführt wurde. Zu hören waren auch die „glückliche Musik“ von James Last, ein Spaziergang über die Champs-Elysées und als besonderes „Bonbon“ eine Hommage von Wolos an Udo Jürgens. Als großer Fan des verstorbenen Sängers schmetterte er unvergessliche Hits wie „Griechischer Wein“, „Aber bitte mit Sahne“, „Ehrenwertes Haus“ und „Ich war noch niemals in New York“. Für seinen besonderen Einsatz als singender Dirigent erntete er begeisterten Beifall. Nach einem Solo von Elisa Gülzow bei „Djembe Funk“ folgte ein Helene-Fischer-Medley mit „Die Hölle morgen früh“, „Ich will immer dieses Fieber spür’n“ und „Atemlos“. Bei den Ehrungen von Angelina Kirsch (Tuba, 450 Einsätze), Alina Jacobsen (Klarinette, 300 Einsätze), Jana Kröger (Querflöte, 300 Einsätze) und Lara Omland (Querflöte, 250 Einsätze) spielten die Mädchen das andächtige „One Moment in Time“. Zum Muttertag moderierte MMN-Geschäftsführerin Gerlinde Gullert das Konzert mit passenden Geschichten und Zitaten von der unermüdlichen Mutter („Mann und Kind schreien nach Brot, ja, so hat man seine Not“).

Unter den Gästen war neben Vertretern anderer Orchester, Chöre und Vereinen und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger ein besonderer Fan: Edeltraut Böhm (79) kennt Gerlinde Gullert aus Beilstein bei Heilbronn, wo diese 20 Jahre lebte. Edeltraut Böhm war im Vorstand der Stadtkapelle Beilstein und besuchte mit dieser die Holstenköste Ende der 90er-Jahre. 2001 zog sie an den Selenter See und geht möglichst zu allen MMN-Konzerten wie Musikarena oder anderen: „Die Musik gefällt mir sehr, sowohl Traditionelles als auch Modernes. Und mich fasziniert, dass so viele junge Leute dabei sind und wie viel Herzlichkeit im Orchester herrscht.

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