zur Navigation springen

Nach Auto-Explosion in Rohlsdorf : Verletzte Feuerwehrleute erholen sich langsam

vom

Zehn Verletzte und ein Toter – das ist die Bilanz einer Auto-Explosion bei Bad Segeberg. Ein Kamerad kann das Krankenhaus am Montag verlassen.

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 10:13 Uhr

Bad Segeberg | Von den zehn Feuerwehrleuten, die am vergangenen Freitag bei einer Gasexplosion in der Nähe von Rohlsdorf bei Bad Segeberg verletzt worden sind, wurde bislang nur einer aus dem Krankenhaus entlassen. Ein weiterer Kamerad wird in den nächsten zwei bis drei Tagen wieder nach Hause können.

Die restlichen acht Verletzten haben die Intensivstation inzwischen verlassen. Keiner von ihnen schwebt mehr in Lebensgefahr, jedoch müssen sie wegen Brandverletzungen im Gesicht und an den Händen noch mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben. Für einen der Schwerstverletzten steht am Montag die erste Hauttransplantation bevor.

Ein vierköpfiges Team aus Führungskräften kümmert sich nun gemeinsam um die verbleibenden Kameradinnen und Kameraden sowie um die Angehörigen. Es werden Krankenhausbesuche organisiert und die „Restwehr“ so gut wie möglich mit Gesprächen aufgefangen. Die 80-Jahre-Feier, die für den 30. August geplant war, wurde inzwischen abgesagt und zu einer kleinen internen Zusammenkunft umgewandelt.

Unterdessen bleibt die Ursache der Explosion noch völlig unklar. Das gasbetriebene Unfallauto war gegen einen Baum geprallt und in Brand geraten. Während der Löscharbeiten explodierte das Fahrzeug plötzlich. Berichte, wonach das Auto manipuliert gewesen sein soll, seien reine Spekulation, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Wagen hatte einen Flüssiggastank im Kofferraum. Nach Angaben des ADAC sind Autogasanlagen so konstruiert, dass Tanks, Leitungen und Ventile den bei einem Auffahrunfall auftretenden Kräften standhielten, heißt es in einem Testbericht. Unklar ist, ob das Unfallfahrzeug serienmäßig mit dem Flüssiggasantrieb ausgerüstet war oder ob dieser nachträglich eingebaut wurde. Der Landesfeuerwehrverband hatte am Wochenende eine Kennzeichnung von gasbetriebenen Fahrzeugen gefordert.

Um die genaue Unfallursache zu klären, ist das völlig zerstörte Autowrack für eine kriminaltechnische Untersuchung beschlagnahmt worden. Mit dem Ergebnis der Untersuchung sei nicht vor Mitte dieser Woche zu rechnen, sagte Polizeisprecherin Sabine Zurlo.

Um den Hergang zu klären, sucht die Polizei auch nach Zeugen. So soll sich ein etwa 40 bis 50 Jahre alter dunkelhaariger Mann in der Nähe der Stelle aufgehalten haben, an der das Auto von der Fahrbahn abkam. Der Mann, der mit einer dunkelblauen Jeans, einem dunklen Pullover und schwarzen Schuhe bekleidet gewesen sein soll, werde dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden, sagte Zurlo.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen