Neumünster : Polizei deckt Fahrraddiebstähle auf

Polizisten stellen mehrere gestohlene Fahrräder in einem Laden sicher und stoßen vor Ort auf weiteres Diebesgut und Waffen. Die Hehler sind der Polizei bereits durch vorherige Fälle bekannt.

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01. Juli 2014, 17:49 Uhr

Die Polizei in Neumünster hat Fahrraddiebstähle aufgedeckt und ist dabei auf weiteres Diebesgut gestoßen. Eine Frau hatte ihr gestohlenes Fahrrad vor einem An- und Verkaufsgeschäft in der Fabrikstraße in Neumünster wiedererkannt und die Polizeibeamten informiert. Als die Beamten vor Ort ankamen, war das Rad bereits auf den Hof des Ladens gebracht worden. Zunächst fand die Polizei vier gestohlene Fahrräder vor, in einer umfangreichen Untersuchung der Lagerräume auf dem Hinterhof sowie eines Fahrzeugs wurden insgesamt 80 Räder entdeckt, die für einen Transport vorbereitet waren. Die Beamten stellten die Fahrräder sicher.

Im Verlauf der weiteren Ermittlungen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel ein Durchsuchungsbeschluss für die Geschäfts- und Privaträume des 44-jährigen Inhabers erwirkt. Dieser hatte zwischenzeitlich vergeblich versucht, einem Ermittlungsbeamten Geld anzubieten, um dies zu verhindern. Bei der Durchsuchung wurden weitere elf Räder gefunden - ebenfalls Diebesgut. Außerdem stellte die Polizei Geschäftsunterlagen sowie weiteres mögliches Diebesgut wie Mobiltelefone, originalverpackte Kleidung und Elektrowerkzeuge, darunter ein Stromerzeuger im Wert von mehr als 5000 Euro, sicher. Weiterhin fanden die Beamten 15 Schreckschusswaffen, scharfe Munition und Bargeld in fünfstelliger Höhe. Der Geschäftsbetreiber, der bereits einschlägig wegen Hehlerei in Erscheinung getreten ist, muss sich nun wegen gewerbsmäßiger Hehlerei, Verdachts des illegalen Waffenhandels und illegaler Pfandleihe sowie Bestechung verantworten.

Parallel dazu fanden die Polizeibeamten bei einem 51-jährigen Betreibers eines An- und Verkauf-Geschäfts einen Motorroller und sechs gestohlene Fahrräder. Zwei ursprüngliche Besitzer hatten ihre Fahrräder im Laden erkannt hatte. Der Inhaber ist bereits im April dieses Jahres wegen Hehlerei verurteilt worden.    

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