Neumünster : Mehrere Millionen für den Bahnhof

In die Jahre gekommen ist der Hauptbahnhof. Deshalb wollen Land und Bahn jetzt endlich aktiv werden. Fotos: Harding
1 von 2
In die Jahre gekommen ist der Hauptbahnhof. Deshalb wollen Land und Bahn jetzt endlich aktiv werden. Fotos: Harding

Land und Deutsche Bahn nehmen Neumünster in ihr Modernisierungsprogramm auf. Die Sanierung ist in mehreren Schritten geplant.

von
02. August 2018, 07:30 Uhr

Neumünster | Zahlreiche Bahnstationen im Land sollen in den kommenden sieben Jahren modernisiert oder neu gebaut werden. Dafür stellen Land, Bund und Deutsche Bahn 74 Millionen Euro zur Verfügung. Nach der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung nahmen Bernhard Wewers, Geschäftsführer des Nahverkehrsverbundes Nah.SH, und Bernd Koch, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG, gleich eines der größten Sorgenkinder in Augenschein: den Hauptbahnhof. Und sie versprachen: Hier wird sich einiges tun.

Nur zwei Bahnhöfe im Land schnitten bei der letzten Qualitätskontrolle von Nah.SH im vergangenen Winter mit der Note „Mangelhaft“ ab, das waren Neumünster und Kating. Während sich in Kating – einer Station auf freiem Feld zwischen Tönning und Katharinenheerd in Nordfriesland – lediglich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, ist Neumünster einer der wichtigen Verkehrsknotenpunkte im Land. Hier laufen unter anderem zahlreiche Pendlerrouten zusammen.

Das „Mangelhaft“ hat sich der Hauptbahnhof redlich verdient. Dort verzeichneten die Prüfer „umfangreiche Verschmutzungen in allen Bereichen“. Anzeigetafeln, Schilder, Snack-Automaten, Uhren und Abfallbehälter waren zum Teil stark verunreinigt. An mehreren Decken waren Lampen defekt, Warteräume vermüllt, Blindenleitstreifen stark beschädigt und Wände beschmiert. Koch sagte zur Situation: „Die Zustände sind zwar nicht unmöglich, aber es gibt viel zu tun.“

Während andere Sanierungsarbeiten des neuen Programms zeitnah beginnen sollen, benötigt der Hauptbahnhof noch Vorlauf, schließlich steht nach Angaben Kochs eine Komplettsanierung für einen zweistelligen Millionenbetrag an. Das funktioniere nicht schnell und nicht in einem Abwasch. Noch seien Abstimmungsgespräche mit der Stadt nötig, dann beginne die Planung. Mit dem Umbau wird ab etwa 2023 gerechnet. Unter anderem sollen in zwei Schritten sämtliche Dächer erneuert, die Bahnsteige saniert und die Ausstattung verbessert werden.

Bis dahin werden aber schon einmal die ersten Mängel beseitigt. Nach Angaben von Dirk Teubler, Leiter des Bahnhofsmanagements Schleswig-Holstein, sollen zunächst die Tunnel neu verkleidet und ausgeleuchtet werden, damit sie keine Angsträume mehr darstellen.

Die Haltestellen in Einfeld und Wasbek stehen nicht im Modernisierungsprogramm bis 2025.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen