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Pflegenotstand : Mehr Wohnungen für die Älteren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Seniorenbeirat diskutierte über die Heimunterbringung. Es fehlen altersgerechte Wohnungen

Die aktuelle Entwicklung des Awo-Servicehauses am Wasserturm war einer der Tagesordnungspunkte auf der Sitzung des Seniorenbeirats, die gestern im Servicehaus stattfand. Der Vorsitzende Heinz Fieroh hatte dazu den Leiter der Einrichtung, Franz-Ulrich Löning-Hahn, eingeladen, der über das Angebot seines Hauses informierte. In der Diskussion fragte Bernd Grothkopp nach der finanziellen Situation des Hauses. „Wir schreiben noch keine schwarzen Zahlen und haben zuviel Personal für die belegten Plätze“, sagte Löning-Hahn. Das war natürlich für die Mitglieder des Beirates ein Angebot für die Diskussion, die aber letztlich darauf hinauslief, dass sich die Pflegedienstleister zwischen den Ansprüchen auf qualifizierte altersgerechte Betreuung und den Versprechungen der Politik bewegen. „Seit 20 Jahren reden wir über Pflegenotstand, aber es passiert nichts. Wir leiden unter den Rahmenbedingungen“, sagte der Leiter des Awo-Hauses. In Neumünster gebe es zu viele stationäre Pflegeplätze. „Wir brauchen mehr altersgerechte Wohnungen“, sagte Löning-Hahn.

Dorothea Jahner verwies auf andere Ansätze in europäischen Nachbarländern und auf „Pflegestammtische“ in anderen deutschen Städten, die einen großen Zulauf hätten, weil sie sich um konkrete Situationen kümmerten. Darüber will sich der Beirat verständigen.

Heimleiter Löning-Hahn warb noch mit guten Erfahrungen mit Ehrenamtlern in seinem Haus: Auf immerhin 250 Stunden ehrenamtliche Betreuung könne er im Monat zurückgreifen.

Hartmut Florian, der Behindertenbeauftragte der Stadt, stellte sich dem Beirat vor und bot seine Hilfen auf verschiedenen Gebieten an. Für die Pflegeheime der Stadt benannte das Gremium Mitglieder als Betreuer, die im Wesentlichen aus den jeweiligen Stadtbezirken kommen. Zum Schluss informierten Beiratsmutglieder über Themen der Ratsversammlung und der Ausschüsse, die sie besuchten.

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erstellt am 20.Feb.2014 | 06:30 Uhr

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