zur Navigation springen

Jugendhilfeausschuss : Mehr Unterstützung für Kita-Personal

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendberufsagentur geht möglicherweise früher als geplant an den Start

von
erstellt am 10.Sep.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Die neue Jugendberufsagentur, die derzeit in der alten Holstenbrauerei an der Brachenfelder Straße aufgebaut wird, kann möglicherweise früher als erwartet an den Start gehen. Möglicherweise soll die Einrichtung bereits ab März kommenden Jahres die ersten Jugendlichen betreuen.

Das wurde jetzt am Rande der Sitzung des Jugendhilfeausschusses bekannt. Der Ausschuss hatte sich vor der Zusammenkunft vor Ort ein Bild von den Umbauarbeiten in der ehemaligen Brauerei gemacht. Mit der neuen Jugendagentur wollen Stadt, Jobcenter, Arbeitsagentur und Berufsschulen die Beratung und Betreuung von jungen Berufsstartern besser bündeln und koordinieren. Die Beratung unter einem Dach soll es den Jugendlichen erleichtern, die Hilfsangebote der beteiligten Partner in Anspruch zu nehmen, Stadt und Behörden können sich im Gegenzug effektiver absprechen, maßgeschneiderte Unterstützung zu bieten. Hamburg hat mit dem Konzept gute Erfahrungen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit gemacht, in Schleswig-Holstein ist das Projekt bislang einmalig.

Das Land unterstützt den Aufbau in der ehemaligen Brauerei. Das Personal für den laufenden Betrieb in unmittelbarer Nachbarschaft zum Berufsinformationszentrum (Biz) wird von den beteiligten Partnern gestellt.

Mehr Unterstützung soll es auch für die städtischen Kitas geben. Der Ausschuss unterstützt den Vorschlag der Verwaltung, das Qualitätsmanagement der Kitas durch die Schaffung einer zusätzlichen halben Stelle zu stärken. Die neue Fachkraft soll die Kitas in der pädagogischen und organisatorischen Arbeit, aber auch bei der Weiterbildung und Qualitätskontrolle unterstützen. Die Kosten dafür werden weitgehend vom Land getragen.

Uneins war sich der Ausschuss dagegen beim Vorschlag aus der Sozialverwaltung, zur besseren Koordination und Betreuung der Nutzergruppen im Bildungszentrum Vicelinschule einen Sozialarbeiter abzustellen. Die 39-Stunden-Kraft sollte nach den Vorstellungen der Verwaltung dabei kostenneutral innerhalb der Verwaltung verschoben werden. Dennoch gab es im Ausschuss Bedenken. Kritiker bemängelten, dass es bislang keine messbaren Erfolge der verschiedenen Ansätze zur Sozialarbeit im Viertel gebe, und mahnten ein schlüssiges Konzept an, das die Einzelmaßnahmen im Viertel kordiniert. Das Thema wurde zurückgestellt, steht aber auch auf der Agenda der Ratsversammlung am kommenden Dienstag, 15. September.

Nach Auskunft des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) werden derzeit 212 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge von der Behörde betreut. Ausschusschef Thorsten Klimm nutzte die Mitteilung, um allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften und Einrichtungen zu danken, die sich gerade in den vergangenen Tagen, um die Erstversorgung der neu ankommenden Flüchtlinge in der Stadt bemüht haben.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen