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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 16:26 Uhr

Mehr Unterstützung für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Freundeskreis in Wasbek kümmert sich seit einem Jahr um fast 50 Asylbewerber / Jetzt gibt es Hilfe von der Gemeinde

Seit einem Jahr engagiert sich der Freundeskreis Flüchtlinge für die zurzeit 46 Asylbewerber aus Afghanistan, Syrien und dem Irak, die in Wasbek eine Unterkunft gefunden haben. Die offene Gruppe ist in der Kirchengemeinde angesiedelt und organisiert unter anderem Kontakte und Sprachkurse. Es werden Möbel besorgt und Wohnungen ausgestattet, aber auch Arztbesuche und Behördengänge begleitet.

Um den Freundeskreis zu unterstützen, hat die Gemeindevertretung nun fünf Flüchtlingsbeauftragte ernannt. Sie stehen sowohl den Bürgern und Helfern als auch den Asylbewerbern als Ansprechpartner zur Verfügung (der Courier berichtete).

„Damit soll der Freundeskreis einen offizielleren Charakter bekommen und der Austausch untereinander gefördert werden“, erklärt Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU).

Dabei übernimmt Pastor Andreas Rohwer weiterhin die allgemeine Betreuung des Freundeskreises sowie die Erstellung des informellen Rundbriefes für Helfer und Interessierte.

Dr. Gerd Bunzel (69) hat sich hingegen das Thema Gesundheit auf die Fahnen geschrieben. „Ich verstehe mich als Lotse im medizinischen Bereich. Die Flüchtlinge sind mit unserem System noch nicht vertraut. Deshalb wissen sie oft nicht, mit welchen Beschwerden sie zu welchem Arzt gehen sollen“, sagt der Fachmann.

Hans-Heinrich Doose (71) kümmert sich um behördliche Fragen und den Papierkram. „Damit sind die Menschen schlicht überfordert. Sie können nicht nachvollziehen, wie die Behörden arbeiten und dass es Konsequenzen hat, wenn man beispielsweise Fristen versäumt“, berichtet er aus Erfahrung.

Als pensionierter Lehrer betreut Volker Schmidt (77) den wöchentlichen Deutschunterricht des Freundeskreises, und Carola Hansen (45) organisiert und begleitet den Schul- oder Kindertagesstättenbesuch der Kinder. „Sie müssen angemeldet werden. Fahrkarten wollen besorgt sein, und manchmal geht es auch um solche Dinge wie Pünktlichkeit und den regelmäßigen Besuch der Schule“, erzählt sie aus der Praxis.

Zum erweiterten Kreis der Beauftragten gehören außerdem Helke Rathje (49), die sich ebenfalls dem Wohl der Kinder widmet. Und Uta von Schmidt-Kühl übernimmt die Koordination unter den Helfern sowie das Sammeln von Hilfsangeboten aus der Einwohnerschaft.  

>Weitere Informationen zum Freundeskreis Flüchtlinge finden Interessierte unter www.friedenskirche-wasbek.de. Für Auskünfte steht außerdem Karl-Heinz Rohloff zur Verfügung.  

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