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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 20:54 Uhr

Ministerbesuch : Mehr Tempo bei der Planung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wirtschaftsminister Philipp Rösler will den Straßenbau beschleunigen. Voigt Logistik fordert mehr Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur

von
erstellt am 06.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will sich für kürzere Planungsvorläufe im Straßenbau einsetzen. Das unterstrich der Minister gestern bei einem Besuch der Spedition Voigt am Krokamp.

Da die Mittel zum Erhalt oder Aufbau neuer Verkehrsinfrastrukturen begrenzt seien, gelte es umso mehr, die Effizienz der eingesetzten Mittel zu erhöhen, sagte der Minister. Dazu gehöre auch, die Planungen zum Beispiel für neue Autobahntrassen wieder zu vereinfachen.

Rösler sprach sich für eine Neuauflage des Planungsbeschleunigungsgesetzes aus den 90er-Jahren aus. Die Planungszeiten könnten so gut halbiert werden, sagte der Minister. Allerdings müsse dann auch der politische Wille da sein, die notwendigen Projekte anzumelden, sagte der Minister mit Blick auf den Streit um die A 20.

Der Wirtschaftsminister, der bei seinem Besuch unter anderem vom FDP-Kandidaten im Wahlkreis Neumünster/Plön, Martin Wolf, begleitet wurde, nahm sich gestern Nachmittag eine gute Stunde, um sich über die Situation des weltweit aktiven Logistikunternehmens mit Sitz in Neumünster zu informieren.

Firmenchef Henning Voigt nutzte dabei die Chance, auch vom Bund größere Anstrengungen zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu fordern, und verwies dabei auf die besondere Lage des Landes. Eingeschnürt zwischen zwei Meeren sei Schleswig-Holstein mehr als andere Länder auf funktionierende Nord-Süd-Verbindungen angewiesen, sagte Voigt und mahnte die westliche Elbquerung an.

Die Sperrung der Rader Hochbrücke für Lkw über 12 Tonnen sei nicht nur für die Logistikbranche „der Supergau“, erklärte Voigt dem Minister. Die Zwangsumwege kosteten allein sein Unternehmen täglich zwischen 4500 und 5000 Euro. Die bislang lediglich auf der Teststrecke Neumünster – Rendsburg erlaubten überlangen Lkw (Giga- oder Öko-Liner) könnten derzeit überhaupt nicht fahren. Rösler bekannte sich ausdrücklich als Anhänger der überlangen Lkw. Er bedauerte, dass es offenbar immer noch ideologische Vorbehalte gegen die „Öko-Liner“ gebe.

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