Boostedt : Mehr Sicherheit für Flüchtlinge

Nagelneue Sicherheit: Die Querungshilfe (links) an der Neumünsterstraße am Ortseingang von Boostedt (hier Blickrichtung Ortskern) kurz hinter Netto ist erst wenige Tage alt. Sie soll den Bewohnern der Erstaufnahmestelle helfen, sicher über die Straße zu kommen.
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Nagelneue Sicherheit: Die Querungshilfe (links) an der Neumünsterstraße am Ortseingang von Boostedt (hier Blickrichtung Ortskern) kurz hinter Netto ist erst wenige Tage alt. Sie soll den Bewohnern der Erstaufnahmestelle helfen, sicher über die Straße zu kommen.

Die Fußgänger haben jetzt eine Querungshilfe vor der Erstaufnahmestelle in Boostedt

shz.de von
18. Juli 2015, 08:15 Uhr

Boostedt | Nun ist sie endlich doch da, die Querungshilfe für Fußgänger an der Neumünsterstraße. In Richtung Ortsmitte auf Höhe der Spielhalle gibt es in Boostedt jetzt eine Verkehrsinsel. Der Autoverkehr wird über Straßenverschwenkungen ausgebremst.

„Ich freue mich sehr darüber. Das kommt allen in Boostedt zugute. Wir haben lange – schon bevor die Flüchtlinge eingezogen sind – händeringend versucht, den Kreis von der Notwendigkeit zu überzeugen“, erklärte der Bürgermeister Hartmut König gestern auf Anfrage. „Nun ist die Personenzahl, die regelmäßig die Straße überquert, gestiegen, so dass der Bau der Verkehrsinsel bewilligt wurde,“ sagte der Gemeindechef erfreut.

Zugleich wird auch ein Teil der gegenüberliegenden Seite der Neumünsterstraße für einen Fußweg gepflastert. Die genaue Höhe der Kosten steht noch nicht fest. „Ich verhandle noch mit dem Investor, aber die Gemeinde wird ungefähr zwischen 11  000 und 14 000 Euro dazuzahlen“, sagte König weiter.

Noch im April dieses Jahres zeigte sich die Verkehrsaufsichtsbehörde des Kreises Segeberg zurückhaltend und sah die Notwendigkeit einer Querungshilfe für die 21 Meter breite Straße nicht eindeutig gegeben (der Courier berichtete). Fest steht übrigens, dass nicht mehr als 500 Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle unterkommen. „Ich habe mit Katja Ralfs, der Leiterin in Boostedt, gesprochen und sie hat mir versichert, dass es bei den vereinbarten 500 Menschen bleibt“, gab Hartmut König bekannt. Zurzeit leben knapp 400 Menschen in der Erstaufnahmestelle, mit weiteren 100 ist im Verlauf der nächsten zehn Tage zu rechnen.

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