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Landesunterkunft : Mehr Polizisten für die Flüchtlingsunterkünfte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vier zusätzliche Beamte sollen in die Außenstelle nach Boostedt versetzt werden. Zusätzlich werden wohl zwei weitere Kräfte benötigt.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Die Polizeidirektion (PD) Neumünster erhält vier zusätzliche Beamte für die Erstaufnahme-Einrichtung der Asylbewerber. „Die Kollegen werden vom Landespolizeiamt gestellt, weil es sich um eine Landesaufgabe handelt“, erklärt der Leiter der Polizeidirektion, Bernd Lohse, gegenüber dem Courier. Allerdings werden die neuen Beamten komplett in die Außenstelle nach Boostedt versetzt.

„Das ist zwar der Zuständigkeitsbereich der PD Segeberg, aber innerhalb der Einrichtung sind die Neumünsteraner zuständig. Das macht auch Sinn, weil wir über eine jahrelange Erfahrung im Umgang mit den Flüchtlingen verfügen“, sagt Lohse.

Doch auch für die Unterkunft am Haart wünscht sich der Behördenleiter mittelfristig mehr Personal. „Wenn tatsächlich statt 400 dann 800 Flüchtlinge dort sind, benötigen wir sieben Kollegen“, sagt er. Derzeit sind fünf Beamte tagsüber werktags vor Ort. Abends und an den Wochenenden ist vor allem der Sicherheitsdienst für den reibungslosen Ablauf zuständig, bei Vorfällen sei die Polizei aber schnell vor Ort, betont Lohse: „Die Zusammenarbeit ist gut.“ 10 bis 15 Einsätze pro Jahr gebe es in der Unterkunft, meist handele es sich um Streitereien oder Körperverletzungen. Dass die Kriminalität im Umfeld der Einrichtung steigt, kann der leitende Polizeidirektor nicht bestätigen. „Darüber haben wir keine Erkenntnisse und auch keine Beschwerden von Nachbarn“, so Lohse.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras bekräftigt unterdessen seine Entscheidung, städtische Fläche an das Land zu verkaufen. „Hier musste gehandelt werden.“ Die Gespräche über den Ausbau liefen bereits über Jahre, ohne dass sich etwas tue. Tauras betont, er habe schon Ex-Innenminister Andreas Breitner Vorschläge für eine kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen gemacht. Darunter seien auch die großteils leerstehenden Gebäude der Kock-Siedlung an der Störstraße gewesen. Dass das verbliebene städtische Bauland an der vergrößerten Unterkunft an Wert verliert, glaubt der OB nicht.

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