Stadtplanung : Mehr Platz für Fahrräder am Bahnhof

Hunderte von Rädern werden jeden Morgen rund um den Bahnhof abgestellt: Erst im vergangenen Sommer hatte die Stadt die Zahl der Stellplätze auf dem Bahnhofsvorplatz auf 204 Plätze fast verdoppelt. Eine Fahrradgarage auf der Postseite des Posttunnels mit rund 110 Plätzen soll weitere Entlastung bringen.
Hunderte von Rädern werden jeden Morgen rund um den Bahnhof abgestellt: Erst im vergangenen Sommer hatte die Stadt die Zahl der Stellplätze auf dem Bahnhofsvorplatz auf 204 Plätze fast verdoppelt. Eine Fahrradgarage auf der Postseite des Posttunnels mit rund 110 Plätzen soll weitere Entlastung bringen.

Berufspendler auf Zweirädern sollen bessere und sichere Abstellmöglichkeiten erhalten. Auch am Südbahnhof wird für Radler gebaut

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06. April 2016, 08:00 Uhr

Neumünster | Fahrradfahrer und Berufspendler, die morgens mit dem Rad zum Bahnhof strampeln, dürfen auf bessere Zeiten hoffen: Die Stadt will die Zahl der Abstellplätze für Drahtesel am Bahnhof und am Südbahnhof noch einmal deutlich ausweiten und den Radlern erstmals sichere Garagenplätze anbieten. Entsprechende Pläne stellt die Stadtplanung am 21. April im Bauausschuss vor.

Kernstück der Überlegungen ist eine abschließbare Abstellanlage, die im Winkel zwischen Bahndamm und Postgebäude neben dem Posttunnel entstehen soll. In der überdachten Fahrradgarage sollen insgesamt 110 Stellplätze entstehen, die vorzugsweise an Berufspendler dauervermietet werden sollen, die ihr Gefährt tagsüber sicher verwahrt sehen möchten. Die Anlage kann nur von Radlern mit einer Chipkarte betreten werden. Die Mietkosten für den sicheren Radparkplatz stehen noch nicht fest, sollen sich aber an den Preisen vergleichbarer Anlagen in anderes Städten orientieren, verspricht die Stadt. Zum Vergleich: In der zentralen Fahrradstation am Kieler Bahnhof kostet die Monatsmiete derzeit 7 Euro, die Jahreskarte 70 Euro. Darüber hinaus sollen auch die frei zugänglichen Stellplatzanlagen beidseitig des Posttunnels modernisiert und ansprechender gestaltet werden. Die so genannten Vorderradhalter – bei Radfahrern auch als Reifenkiller verschrien – sollen durch moderne Bügelhalter ersetzt werden, wie sie auch bei der Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes im vergangenen Jahr installiert wurden. Dunkle Schmuddelecken, wie auf der ZOB-zugewandten Seite des Posttunnels, sollen verschwinden.

Auch am Südbahnhof will die Stadt zum Wohle der Radler kräftig nachrüsten. Die bestehende Abstellanlage der AKN soll demontiert und durch eine neue Anlage mit 48 freizugänglichen Abstellplätzen und einer Sammelschließanlage mit weiteren 24 Plätzen ersetzt werden. Aus Platzgründen haben die Planer die kräftig erweiterte Anlage auf städtischen Grund nördlich der Gleise verlegt.

Die Stadt kalkuliert mit Baukosten von rund 140 000 Euro am Südbahnhof und 240 000 Euro am Bahnhof, rechnet aber mit einer 75-Prozent-Förderung durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Der Eigenanteil für die Stadt würde damit auf rund 96 000 Euro sinken. Eine zusätzliche Förderung durch die Metropolregion Hamburg könnte den Eigenanteil noch einmal halbieren. „Dafür haben wir aber noch keine Zusage“, sagte gestern Stadtplaner Michael Köwer.

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