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Palliativstation im FEK : Mehr Platz für die Patienten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Palliativstation im Friedrich-Ebert-Krankenhaus ist in neue Räume gezogen.

Neumünster | Der Neubau des Friedrich-Ebert-Krankenhauses sorgt auf vielen Stationen für Verschiebungen. Auch die Palliativstation befindet sich seit einigen Tagen in neuen Räumen. Für die Mitarbeiter und Patienten bedeutet das vor allem eines: mehr Platz.

„Wir mussten umziehen, weil der Flügel, auf dem sich die Station befand, im Zuge des Neubaus abgerissen wird“, erklärte Chefarzt Dr. Jochen Hansen. Die jetzt 550 Quadratmeter große Station befindet sich nach wie vor im fünften Stock des Haupthauses, allerdings auf einem anderen Flur. Betreut werden dort unheilbar kranke Menschen und ihre Angehörigen.

Für die Patienten stehen in den neuen Räumen sechs Betten zur Verfügung – eins mehr als vorher – verteilt auf ein Doppelzimmer und vier Einzelzimmer. Zudem gibt es ein Zimmer, in dem Angehörige übernachten können, um näher bei dem Patienten zu sein. „Bislang haben wir pro Jahr rund 150 Patienten betreut, durch das neue sechste Bett könnten es 180 werden“, sagt Oberarzt Dr. Klaus Wittmaack.

Auch für das Personal wurde auf der neuen Station mehr Raum geschaffen. So gibt es neben einem Arztzimmer auch einen großen Besprechungsraum und einen Sozialraum für die Schwestern. Das Team besteht neben Arzt und Pflegepersonal auch aus Seelsorgern, Kunst- und Musiktherapeuten sowie Mitarbeitern der palliativen ambulanten Versorgung.

Die Umbaumaßnahmen wurden aus den Töpfen des FEK und aus Spendengeldern finanziert. Allein 53  500 Euro an Spenden flossen in die Einrichtung und Ausstattung der Station. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, nicht nur die Möbel umzustellen, sondern den Charakter, den wir auf der alten Station hatten, mit rüberzubringen“, sagt Dr. Klaus Wittmaack, dessen Patienten im Durchschnitt zehn Tage auf der Station bleiben. Während einige dort ihre letzten Tage verleben, werden zwei Drittel aller Patienten im Anschluss an den Aufenthalt entlassen, entweder in ein Hospiz, ein Pflegeheim oder nach Hause. Um eine ambulante Betreuung kümmern sich dann Mitarbeiter des Pflege- und Servicezentrums Neumünster, der Hospizinitiative oder ehrenamtliche Helfer.

Krankenschwester Kati Schröder ist von den neuen Räumen begeistert: „Früher mussten wir Getränke und Materialien in einem Raum lagern, jetzt haben wir viel mehr Platz, nicht nur für das Personal, sondern auch für Patienten und Angehörige. Das ist ein sehr großer Vorteil, der unsere Arbeit besser macht.“
 

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erstellt am 04.Nov.2015 | 08:45 Uhr

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