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Holsteinischer Courier

24. November 2017 | 08:42 Uhr

Wasbek : Mehr Platz für die Betreuung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Zahl der Anmeldungen für den Hort steigt stetig.

Wasbek | Der Wasbeker Hort soll zu einer betreuten Grundschule umorganisiert werden. Das beschloss der Kindergartenausschuss des Schulverbandes am Montag. Damit ist es so gut wie sicher, dass die Schulkinderbetreuung, die bisher in der Zuständigkeit der Kindertagesstätte lag, zukünftig über die Schule erfolgen wird. Die Betreuung bleibt dort, wo sie ist: in der Schule. Aber es können mehr Kinder aufgenommen werden.

Hintergrund zu diesem organisatorischen Wechsel sind die zunehmenden Anmeldungen für den Hort. Zurzeit stehen 54 Plätze zur Verfügung. Doch bereits jetzt werden 58 Kinder betreut. Und aktuell liegen für das kommende Jahr bereits 68 Anmeldungen vor.

Eine Erweiterung der Kapazitäten ist aufgrund der Vorgaben, unter anderem zu Gruppengrößen und personeller Besetzung, aus dem für die jetzige Konstellation gültigen Kindertagesstättengesetz nicht möglich. „Für eine vierte Gruppe würden wir keine Genehmigung erhalten. Dennoch wollen wir jedoch allen Elternwünschen gerecht werden. Eine betreute Grundschule bietet hier rein rechtlich deutlich mehr Spielraum“, erklärte dazu der Ausschussvorsitzende Bernd Nützel (SPD).

So gebe es bei der betreuten Grundschule zum Beispiel keine vorgegebene Gruppengröße. Und die räumliche Ausstattung sowie die personelle Besetzung sei ebenfalls weit weniger streng geregelt. Zudem sei es von der Zuständigkeit her besser, die Schulkinderbetreuung auch an die Schule anzudocken, führte er weiter aus.

Auf der Kindergartenbeiratssitzung im Mai hatte es für diese Pläne bereits grünes Licht gegeben. Zustimmen muss nun noch der Schulverband. Zeitnah soll außerdem ein Betreuungskonzept mit einem flexibleren Buchungssystem sowie die Gebührensatzung mit einer entsprechenden Sozialstaffel erarbeitet werden. Um den gewünschten Betreuungszeiten gerecht zu werden, soll außerdem eine Meinungsabfrage bei den Eltern gestartet werden.

„Wir werden das jetzt alles nach und nach angehen. Deshalb wird am Anfang des Schuljahres bis auf die Zuständigkeit erstmal alles so bleiben, wie es ist. Für das Personal und die Eltern ändert sich also zunächst nichts. Ebenso wird die bisherige Qualität der Betreuung auf jeden Fall erhalten bleiben“, versicherte Nützel. Abgeschlossen sein soll die Neuorganisation dann im zweiten Schulhalbjahr.

Ebenfalls positiv bewertete die Schulleiterin Susanne Allais die Einführung der betreuten Grundschule. „Natürlich gibt es eine Fragenliste aus der Lehrerschaft. Diese befasst sich jedoch eher mit der praktischen Organisation. Insgesamt findet die Neuorganisation unter den Kollegen große Zustimmung“, sagte sie.

 


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