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Holsteinischer Courier

24. November 2017 | 16:15 Uhr

Boostedt : Mehr Platz für acht Polizisten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neue Räume für die Beamten in der Landesunterkunft wurden eingeweiht. Unterkunft bleibt eventuell über das Jahr 2019 hinaus

Boostedt | Die Landespolizei ist seit der Eröffnung der Neumünsteraner Zweigstelle der Flüchtlingserstaufnahmestelle auf dem Gelände der Rantzau-Kaserne in Boostedt im Frühjahr 2014 vor Ort. Doch bisher mussten sich die Beamten dort mit sehr beengten Räumlichkeiten begnügen. Mit der Einweihung der neuen erweiterten Polizeistation im Gebäude G1 (ehemalige Verwaltungszentrale der Bundeswehr) hat dies seit gestern nun ein Ende. Möglicherweise mietet das Land das Gelände auch für weitere fünf Jahre an.

Dem Dienststellenleiter, Nils Schröder, und seinen sieben Kollegen stehen jetzt fünf modern ausgestattete Büros, ein Wachraum sowie neue sanitäre Anlagen zur Verfügung. „Es hat anderthalb Jahre gedauert. Aber die Kollegen waren sehr geduldig und haben es mit Langmut ertragen. Überhaupt arbeitet hier ein sehr motiviertes Team. Und die Zusammenarbeit mit den beteiligten Einrichtungen wie dem Landesamt und dem Betreuungsverein des DRK klappt ebenfalls super“, berichtete der Hauptkommissar den Gästen, zu denen unter anderem Innenminister Stefan Studt (SPD), der Bad Segeberger Polizeidirektor Jan Lewering sowie der Landespolizeidirektor Ralf Höhs und Boostedts stellvertretende Bürgermeisterin Helga Heine (SPD) zählten.

Zu den Aufgaben der Beamten in der zurzeit mit rund 400 Bewohnern belegten Einrichtung, die auch als Rückführungszentrum für Ausreisepflichtige genutzt wird (der Courier berichtete), gehört die allgemeine Präsenz ebenso wie die Unterstützung der Einrichtungen bei Konflikten. „Die Beamten tragen maßgeblich dazu bei, dass sich die Bevölkerung sicher fühlt. Und die Asylbewerber erleben eine freundliche Polizei, die mit Achtung vor den Bewohnern für Ruhe und Sicherheit sorgt. Mit diesem speziellen Ansatz sind wir, anders als in anderen Bundesländern, die dies anders handhaben, äußerst erfolgreich. Denn es kommt kaum zu Zwischenfällen“, erklärte Ralf Höhs.

Stefan Studt teilte außerdem mit, dass das Land das Gelände bis Ende 2019, mit einer möglichen Verlängerung um weitere fünf Jahre angemietet habe. „Zurzeit sind die Flüchtlingszahlen stark rückläufig. Doch niemand weiß, wie sich die Lage in den Kriegsgebieten entwickelt. Aber wir werden auch den Konversionsprozess der Gemeinde weiterhin im Blick behalten und intensiv begleiten“, sagte der Minister, der allerdings auch darauf hinwies, dass nach der Landtagswahl am vergangenen Sonntag nun zunächst abzuwarten bleibe, wie sich die neue Regierung letztlich aufstelle.

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