zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 19:19 Uhr

Mehr Personal soll sogar Geld einsparen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

Die Rechnung ist ungewöhnlich, überzeugte aber den Jugendhilfeausschuss: Mit neuen Qualitätsstandards im Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) lässt sich bei den Hilfen zur Erziehung viel Geld einsparen.

Das kostet durch sechs zusätzliche Planstellen im ASD zwar zunächst mehr Geld, macht sich nach einer Studie des Instituts für Sozialplanung jedoch mehr als bezahlt. Dessen Projektleiter Marco Szlapka stellte am Dienstag im Ausschuss die Ergebnisse vor. Danach hat Neumünster im Vergleich mit anderen Städten hohe Fallzahlen. Bei mehr als 300 Kindern übernimmt die Stadt im Rahmen der Familienhilfe auch Kita-Gebühren. Das sei fachlich auch richtig, aber mit weniger Aufwand über die Sozialstaffel zu regeln, sagte Szlapka, der die Vorschläge nicht als Kritik an der bisherigen Arbeit der ASD-Mitarbeiter verstanden wissen will.

Durch eine Optimierung des Leistungsspektrums und Synergieeffekte könnten aber die Hilfen zur Erziehung um zehn Prozent gesenkt werden. Das spart eine Million Euro im Jahr ein. Weitere 60 000 Euro könnte die Stadt sparen, wenn sie die Leistungen für minderjährige Flüchtlinge durch einen externen Träger erbringen lässt. Nur dann werden sie nämlich vom Land erstattet.

Die sechs zusätzlichen Stellen, die gestaffelt in zwei Schritten beim ASD eingerichtet werden sollen, kosten 330 000 Euro im Jahr. Macht unter dem Strich eine Ersparnis von 730 000 Euro – bei verbesserter Qualität.

Da überraschte es kaum, dass das Votum im Jugendhilfeausschuss einstimmig und positiv ausfiel. „Im Moment wird eher der Mangel verwaltet. Es ist nicht genug Zeit da, um sich mit den Fällen näher zu befassen“, sagte Petra Müller von den Grünen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert