Kommunalwahl in Neumünster : Mehr Parteien stehen zur Wahl

Am 6. Mai können die Neumünsteraner entscheiden, wer künftig in der Ratsversammlung sitzt und die politischen Geschicke der Stadt lenkt.
Foto:
1 von 2
Am 6. Mai können die Neumünsteraner entscheiden, wer künftig in der Ratsversammlung sitzt und die politischen Geschicke der Stadt lenkt.

Neben den bisher in der Ratsversammlung vertretenen Parteien treten am 6. Mai auch AfD und LKR an.

shz.de von
12. Januar 2018, 08:00 Uhr

Die Kommunalwahl am 6. Mai wirft ihre Schatten voraus. Die der Ratsversammlung angehörenden Parteien benennen in diesen Wochen ihre Direkt- und Listenkandidaten für die 22 Wahlkreise in Neumünster. Die SPD will ihre Nominierten bereits am 27. Januar bei einem Parteitag vorstellen, die FDP erst am 26. Februar. Doch auch das liegt noch im Rahmen der Fristen.

„Bis zum 12. März um 18 Uhr müssen alle Vorschläge eingereicht sein“, sagt Volker Bernaschek, Arbeitsgruppenleiter Wahlen im Rathaus. Am 16. März entscheidet dann der Wahlausschuss bei seiner öffentlichen Sitzung im Neuen Rathaus über die Zulassung. 2013 reichten CDU, SPD, Grüne, FDP, Piraten, Die Linke, NPD und Bündnis für Bürger (BfB) Wahlvorschläge ein. Alle Parteien kamen auch mit mindestens einem Kandidaten in die Ratsversammlung. Diesmal ist davon auszugehen, dass zumindest zusätzlich auch die Alternative für Deutschland (AfD) und die Liberalkonservativen Reformer (LKR) antreten. Beide Parteien haben diesen Schritt bereits angekündigt. Anders als in den meisten anderen Kreisen in Schleswig-Holstein werden die Freien Wähler (FW) nicht dabei sein. „Man muss für mindestens elf oder zwölf Wahlkreise Kandidaten haben, sonst kann man nicht genug Einfluss nehmen“, sagt FW-Mitglied Holger Steffen. Das könne seine Partei derzeit aber nicht stemmen.

Volker Bernaschek betont jedoch, dass Parteien und Einzelkandidaten auch nur in einem oder in wenigen Wahlkreisen antreten könnten. „Das ist durchaus möglich, kam bisher aber nur sehr selten vor“, sagt er. Wählbar ist, wer mindestens 18 Jahre alt und im Wahlgebiet (der Stadt Neumünster) wahlberechtigt ist. Zudem muss der Kandidat seit mindestens drei Monaten seinen Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben. So soll verhindert werden, dass Kandidaten aus anderen Bundesländern sogenannten „Wahltourismus“ betreiben, sich also an mehreren Orten zur Wahl stellen.

Rund 65 000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren in Neumünster, inklusive der hier lebenden EU-Bürger, sind dann am Wahlsonntag in 46 Wahlbezirken zum Urnengang für die Neubesetzung der 43 Sitze der Ratsversammlung aufgerufen. Das sind zwei Wahlbezirke weniger als vor fünf Jahren. 2013 lag die Wahlbeteiligung bei historisch niedrigen 39,8 Prozent. Stärkste Fraktion wurde die CDU mit 36,5 Prozent vor der SPD mit 34 Prozent und den Grünen mit 12,5 Prozent.

Bereits am 26. März startet die Briefwahl. Dann kann man täglich zwischen 8 und 12 Uhr sowie an einigen Tagen auch nachmittags seine Stimme in der 2. Etage des Neuen Rathauses abgeben oder Briefwahlunterlagen im Rathaus anfordern.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen