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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 14:51 Uhr

Gönnebek : Mehr Natur im Quellgebiet

vom

Die Schwale wurde im Bereich ihrer Quelle bei Gönnebek für 83 500 Euro renaturiert.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 07:58 Uhr

Gönnebek | Über 15 Kilometer schlängelt sich die Schwale von Neumünster in ihr Quellgebiet bei Gönnebek. Kurz vor Gönnebek verschwindet die Schwale in einem Rohr. Einer der Quellzuflüsse könnte in einer weiter oberhalb gelegenen Teichanlage liegen, vermutet Rudolf Seib vom Gewässerunterhaltungsverband Schwale-Dosenbek. Bislang machte die Strecke vor der Verrohrung einen eher traurigen Eindruck. Das hat sich geändert.

Trist und begradigt, vorbei an den Gönnebeker Klärteichen, nahm der Schwalequell seinen Lauf. Nur der Bagger mit seinem Böschungsmähwerk hat ab und an die Öde unterbrochen, damit das Wasser ungehindert von Bewuchs und Bremsstellen durch eingetragene Äste und anderes Gut abfließen konnte. Das war bislang teuer und biologisch eher wenig wertvoll, waren sich Vertreter des Unterhaltungsverbandes und Gäste bei einer Gewässerbegehung einig. Grund für die Einladung war die Vorstellung von Renaturierungsarbeiten, die zurzeit ihren Abschluss finden. Auf einem Kilometer Länge hat die Schwale ein neues Gesicht, sprich Bachbett, bekommen. Wo vor einem Jahr noch Tristess herrschte, schlängelt sich das Wasser jetzt in kleinen Schleifen und Wirbeln wieder über Kolke, Kiesbetten und vorbei an dicken Steinen, die dem Fluss des Wassers den Weg weisen. Erlen sollen künftig Schatten spenden und so für weniger Bewuchs in der Gewässersohle sorgen. Ein zehn Meter breiter Grünstreifen soll künftig den Nährstoffeintrag auf der Nordseite des Gewässers verringern. "Besonders erfreulich ist es gewesen, dass die betroffenen Landwirte sich bereiterklärt haben, einen Teil ihres Landes für die Renaturierung herzugeben", sagte der Vorsitzende des Gewässerunterhaltungsverbandes, Carsten Schnoor. "83 500 Euro hat die Renaturierung gekostet", rechnete Rudolf Seib vom Verband vor. 8 360 Euro hat der Verband gezahlt, den Rest das Land Schleswig-Holstein und die EU.

Für den Verband hätten sich die Arbeiten allemal gerechnet. Allein anstehende Reparaturarbeiten an der Böschung hätten etwa 8 000 bis 10 000 Euro gekostet. Jetzt richtet sich der Blick in Richtung Neumünster. "Im Anschluss an die jetzt renaturierte Strecke gibt es noch einiges zu tun", meinte Carsten Schnoor.

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