Lokales Bündnis : Mehr Mumm zur aktiven Vaterrolle

Gemeinsam für ein väterfreundliches Neumünster:  Stolz präsentierten die Ausgezeichneten nach der Ehrung im Rathaus mit ihren Laudatoren ihre Ehrenplaketten (von links stehend) Jörg Asmussen (Fachdienst Frühkindliche Bildung), Erk Scheliga (ASD), Antje Leimbach (Lokales Bündnis), Stephanie Wandel (Familienzentrum Einfeld), Natalie Richter (Evangelische Familienbildungsstätte), Katrin Westphal (SWN), Dietrich Mohr (Lokales Bündnis), Barbara Rousseau (Kita Haartallee), Gaby Plambeck (Lokales Bündnis), Bettina Niemax und Susanne Harder (Stiftung Beruf und Familie) sowie Marianne Lingelbach (Lokales Bündnis). Von links davor: Joel Conrad (12) mit Papa Christian Conrad (Papa-Kind-Club), Ida Krebs (4) mit Papa Malte Krebs und Lasse Krebs (4, Papa-Kind-Club).
Gemeinsam für ein väterfreundliches Neumünster: Stolz präsentierten die Ausgezeichneten nach der Ehrung im Rathaus mit ihren Laudatoren ihre Ehrenplaketten (von links stehend) Jörg Asmussen (Fachdienst Frühkindliche Bildung), Erk Scheliga (ASD), Antje Leimbach (Lokales Bündnis), Stephanie Wandel (Familienzentrum Einfeld), Natalie Richter (Evangelische Familienbildungsstätte), Katrin Westphal (SWN), Dietrich Mohr (Lokales Bündnis), Barbara Rousseau (Kita Haartallee), Gaby Plambeck (Lokales Bündnis), Bettina Niemax und Susanne Harder (Stiftung Beruf und Familie) sowie Marianne Lingelbach (Lokales Bündnis). Von links davor: Joel Conrad (12) mit Papa Christian Conrad (Papa-Kind-Club), Ida Krebs (4) mit Papa Malte Krebs und Lasse Krebs (4, Papa-Kind-Club).

Lokales Bündnis will Männern den Rücken stärken, die sich mehr Zeit für ihre Kinder wünschen. Sechs Initiativen wurden ausgezeichnet.

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06. Juli 2016, 13:00 Uhr

Neumünster | Wie und wo werden in der Stadt Männer unterstützt, die sich – den Bedingungen des Jobs zum Trotz – mehr um die Familie kümmern möchten? Wer hilft Vätern, die darunter leiden, dass sie ihre Vaterrolle nicht ausleben können – und wo gibt es Tipps und Rat, das zu ändern?

Das „Lokale Bündnis für Familien“ das sich seit 2007 engagiert um eine familienfreundliche Stadt bemüht, wollte es genau wissen und rief Unternehmen Verbände, Bildungseinrichtungen und andere Institutionen auf, ihre Schritte auf dem Weg zu einer „väterfreundlichen“ Stadt vorzustellen. In einem öffentlichen Forum im Neuen Rathaus wurden gestern Nachmittag sechs vorbildliche Initiativen und Einrichtungen mit einer Ehrenplakette des Lokalen Bündnisses ausgezeichnet. Ihr Beispiel soll Firmen ermutigen, väterfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen – und Vätern den Mut geben, diese Bedingungen einzufordern.

Das sind die Ausgezeichneten:

>Die Familienbildungsstätte der Diakonie wird gleich doppelt für ihre Unterstützung von Familienvätern gewürdigt. Mit speziellen Kursangeboten versucht sie, jungen Vätern Hilfestellungen zu bieten, die ihre Vaterrolle aktiver gestalten und sich ihren Kindern noch intensiver widmen wollen. Immerhin 36 Väter nutzten im vergangen Jahr diese Angebote. In Vater-Kind-Kuren können Väter Wege aus der Erschöpfung und Erkrankung finden. Die Diakonie berät Väter, welche Kurmaßnahme die richtige für sie ist, hilft bei der Antragstellung, unterstützt bei der Klinikauswahl und bietet Hilfestellungen bei der Sicherung des Kurerfolges im Alltag.
>Die eigens hierzu gegründete Stiftung Beruf und Familie baut derzeit mit Unterstützung namhafter Unternehmen im Rücken ein Netzwerk zur Notfallbetreuung von „Mitarbeiterkindern“ auf. Personalleiter von Unternehmen signalisieren: „Heute fragen junge Väter bei Einstellungsgesprächen: Welche Angebote haben Sie für meine Familie?“ Der erkennbare Wandel bewegt mehr und mehr Unternehmen dazu, die Notfallbetreuung für ihre Beschäftigten zu buchen. Marianne Lingelbach vom Lokalen Bündnis ermutigte Neumünsteraner Unternehmen, „diese Riesenchance zu nutzen, sich den Mitarbeitern als innovativ und modern zu präsentieren“.
> Die Stadtwerke       Neumünster             verstehen sich bereits als väterfreundlicher Arbeitgeber. Durch das Audit Beruf und Familie wurden Mitarbeiter und Führungskräfte für das Thema Familienfreundlichkeit sensibilisiert. Dass die Maßnahmen Früchte tragen, zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Anzahl an Vätern in Elternzeit deutlich angestiegen sind. So gab es sogar zwei Fälle, in denen die Väter zwölf Monate Elternzeit genommen haben.

>Die Kindertagesstätte Haartallee versucht seit Langem, auch die Väter in den Kita-Alltag einzubinden. Beim Kennenlernfrühstück, Kita-Nachmittag oder -Abend sind Väter immer selbstverständlicher mit anwesend. Eine Auszählung hat ergeben, dass täglich 46 Prozent der Väter in der Kita begrüßt werden können. Das ist im Vergleich zu anderen Kitas ein ausgesprochen hoher Anteil.

> Die Kindertagesstätte Ruthenberger Rasselbande lädt seit 2010 regelmäßig zum Papa-Kind-Club. Dabei treffen sich am Wochenende in regelmäßigen Abständen Väter mit ihren Kindern, um gemeinsam wertvolle Zeit miteinander zu verbringen. „Der Papa-Kind-Club stärkt die Vater-Kind-Beziehung, und die Mütter freuen sich zumeist über eine Entlastung, eine gute Idee für die gesamte Familienkonstellation“, begründet die Kita ihre Initiative.
> Das Familienzentrum Einfeld baut derzeit auf vielfachen Wunsch von Vätern ein Netzwerk auf, um Vater-Kind-Aktionen am Wochenende zu organisieren. Hierfür hat das Familienzentrum mit zahlreichen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden im Stadtteil Kontakt aufgenommen. Erste Aktionen sollen bereits nach der Sommerpause starten. Ein Ziel ist etwa, mindestens einmal im Vierteljahr eine Art Vater-Kinder-Spielfest auf die Beine zu stellen.

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