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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 21:28 Uhr

Kreis Segeberg : Mehr Einbrüche und Gewalttaten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Polizei stellte Kriminalstatistik vor. Es gibt wieder mehr junge Täter.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Bad Segeberg | „Im Kreis Segeberg lebt man noch immer deutlich sicherer als in den großen Städten und einigen anderen Landkreisen Schleswig-Holsteins.“ Das sagten Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, und Ingo Minnerop, Leiter der Kriminalinspektion Bad Segeberg, gestern bei der Vorstellung der Kriminalstatistik. Das positive Fazit ergibt sich aus der sogenannten Häufigkeitszahl, die im Kreis Segeberg bei 6012 Straftaten hochgerechnet auf 100  000 Einwohner liegt (Landesdurchschnitt bei 7184).

Dennoch ist auch im Kreis Segeberg nach zwei Jahren erstmals wieder eine leichte Zunahme der Straftaten um 1,8 Prozent auf insgesamt 15  823 Fälle zu verzeichnen. Dies entspricht ungefähr dem Landestrend. Auch die Aufklärungsquote entwickelt sich nah am Landesschnitt und steigt leicht auf 45,9 Prozent.

Die Zahl der Diebstähle nahm leicht zu und macht mit 46,7 Prozent erneut fast die Hälfte aller Straftaten aus. Andreas Görs: „Die Aufklärungsquote steigt in diesem Bereich erfreulicherweise kontinuierlich an, auf inzwischen 22,1 Prozent.“ Ein ähnlicher Trend zeichnet sich bei der Aufklärung von Wohnungseinbrüchen ab. Nach 9,8 Prozent im Jahr 2013 liegt dieser Wert im Jahr 2014 bei 12,5 Prozent, für Tageswohnungseinbrüche sogar bei 16 Prozent. Einer der Ermittlungserfolge in 2014 war die Aufklärung einer Einbruchserie in Bad Bramstedt (32 Fälle und damit mehr als die Hälfte aller Einbrüche in Bad Bramstedt). Sie wird einem regionalen Täter (26) zur Last gelegt.

Diebstähle aus Wohnungen haben insgesamt um 7,1 Prozent zugenommen. „Es zeigt sich, dass vor allem der Wohnungseinbruchdiebstahl ein zunehmendes Problem im Kreis Segeberg ist“, sagte Ingo Minnerop. Die Bekämpfung dieser Taten wird deshalb auch in Zukunft ein Schwerpunkt sein.

Auch die Rauschgiftkriminalität wird die Polizei weiterhin intensiv beschäftigen. Die Aufklärungsquote ist ähnlich hoch wie im Vorjahr und liegt bei 89,3 Prozent. Wie in den letzten Jahren sind auch für 2014 erhebliche Steigerungsraten (aktuell um fast 21 Prozent) zu verzeichnen. 561 Fälle insgesamt sind bearbeitet worden, wobei Konsumentendelikte insbesondere mit Cannabis den größten Anteil ausmachten. Die registrierten Taten von Rauschgifthandel oder -schmuggel sind auf jetzt 90 Fälle deutlich angestiegen. Die Polizei wertet das als „Hinweis auf intensive Ermittlungsarbeit“.

Die Zahl der Gewalttaten nahm in 2014 leicht zu (2014: 2108/ 2013: 2001). Meist waren es Körperverletzungen. Die Zahl der Raubtaten blieb dagegen nahezu unverändert.

Die Zahl der jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen unter 21 Jahren nimmt nach vier Jahren Rückgang erstmals wieder zu (um 2,4 Prozent). Die Altersgruppe zwischen 14 bis 17 Jahren stellte den größten Anteil. Insbesondere Raub, speziell der Straßenraub, Sachbeschädigung (etwa durch Graffiti) und Taschendiebstahl werden von jungen Tätern begangen.




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