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Arbeitsmarkt : Mehr Arbeitslose als im Juni des Vorjahres

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Quote liegt in Neumünster jetzt bei 9,2 Prozent. Unternehmen sind zurückhaltend bei Neueinstellungen, stellen aber mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung

Neumünster | „Der Arbeitsmarkt geht langsam in die Sommerpause. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Mai noch einmal moderat gesunken, aber die Unternehmen sind bei der Nachfrage nach Arbeitskräften zurückhaltender“: Mit diesen Worten kommentierte Michaela Bagger, die Leiterin der Agentur für Arbeit in Neumünster, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

In Neumünster waren Ende Juni 3834 Menschen arbeitslos gemeldet – 41 weniger als im Mai und 63 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt im Juni 9,2 Prozent. Im Mai waren es 9,3 Prozent, vor genau einem Jahr aber noch 9,1 Prozent.

Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr lässt sich für Michaela Bagger durch zwei Faktoren erklären. So gab es im Juni 2016 besonders viele Teilnehmer in Qualifizierungs- und Aktivierungsmaßnahmen. Außerdem melden sich im Agenturbezirk, der neben der Stadt Neumünster auch den Kreis Rendsburg-Eckernförde umfasst, zunehmend Flüchtlinge nach einer Sprachförderung arbeitslos. In der Folge stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 420 Personen oder 28 Prozent.

„Diese Faktoren bedingen keine neue Bewertung der Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region. Vielmehr zeigt sich, dass dieser weiterhin aufnahmefähig und durchaus robust ist“, so Bagger.

Untermauert wird die Einschätzung von Agentur-Chefin Michaela Bagger durch die positive Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In Neumünster betrug der Anstieg im vergangenen Jahr 4,5 Prozent auf gut 38 000 Beschäftigte, in Rendsburg-Eckernförde sind es plus 2,7 Prozent auf insgesamt gut 75 000 Beschäftigte.

Auch am Ausbildungsmarkt setzt sich die positive Entwicklung fort. „Die Unternehmen stellen weiterhin mehr Plätze zur Verfügung und zeigen damit ihren Bedarf für den Fachkräftenachwuchs auf“, sagte Michaela Bagger.

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erstellt am 02.Jul.2017 | 17:04 Uhr

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