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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 12:11 Uhr

Mehr Anstrengungen zur Integration

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 70 Gäste diskutierten mit der SPD über die Notwendigkeit einer Willkommenskultur für Flüchtlinge

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 11:49 Uhr

„Die Willkommenskultur mit Leben füllen“: Unter diesem Titel hatten die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Birgit Malecha-Nissen und Sönke Rix zu einer Informationsveranstaltung ins Kiek In eingeladen. Rund 70 Gäste interessierten sich für das Thema, das in Neumünster insbesondere durch die dramatisch steigen Flüchtlingszahlen in der zentralen Unterkunft am Haart wieder verstärkt in den Fokus rückt.

Als prominenten Gast hatten die SPD-Politiker Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, für den Abend gewonnen. Sie verwies darauf, dass mittlerweile jeder fünfte der 82 Millionen Deutschen einen Migrationshintergrund aufweise. „Bei den zuwandernden Nationen liegen ausschließlich europäische Nationen auf den vorderen Plätzen“, beschrieb die Staatsministerin den augenblicklichen Ist-Zustand im Lande.

Was können wir tun, um Menschen, die als Fachkräfte zu uns kommen oder die bei uns Schutz vor Krieg, Verfolgung und Armut suchen, ein neues Zuhause zu geben? Wie kann Integration vor Ort gelingen und die Willkommenskultur mit Leben erfüllt werden? – Einig war sich die Runde darüber, dass es keine Patentrezepte für eine gelungene Integration geben könne. Beispiele aus anderen Kommunen, in denen sich Initiativen gegründet haben, würden aber zeigen, dass auch aus der „Nachbarschaft“ der Neuankömmlinge heraus durchaus hilfreiche Impulse kommen könnten, den Menschen die Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern, hieß es. Das unterstützte auch Udo Gerigk, der neue Koordinator für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund bei der Stadt.

Die Gesellschaft dürfe nicht den Fehler während der Zeit der ersten Gastarbeiter generation in Deutschland wiederholen und die Integration der Neubürger „schlicht verpassen“ , mahnte ein Redner.


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