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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 12:20 Uhr

Müllentsorgung : MBA: Brandspuren noch sichtbar

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Reparatur nach Großfeuer in der Anlieferungshalle dauert bis zum Sommer. Bei der Biotonne könnte der Nutzungsgrad höher sein

von
erstellt am 13.Feb.2016 | 15:00 Uhr

Neumünster | Die Folgen des Großfeuers am 30. August 2015 sind in der MBA in Wittorferfeld noch heute sichtbar. Die Selbstentzündung eines Akkus hatte damals die Anlieferungshalle in Brand gesetzt. Der Schaden von etwa 2,5 Millionen Euro ist zwar durch die Versicherung gedeckt, die Reparatur aber noch nicht abgeschlossen.

„Das geht nur im laufenden Betrieb und dauert noch bis zum Sommer“, sagte Dr. Dietmar Schneider, der mit seinem Co-Geschäftsführer Dr. Norbert Bruhn-Lobin gestern eine Jahresbilanz für das Wertstoffzentrum der Stadtwerke (SWN) in Wittorferfeld zog. Die Bilanz in den ganz unterschiedlichen Geschäftsfeldern und SWN-Tochterunternehmen fällt positiv aus.

So verzeichnete der mit dem Wege-Zweckverband (WZV) Segeberg betriebene Interkommunale Recyclinghof mit fast 40  500 Anlieferungen ein Plus von 9 Prozent. Auch das zweite Projekt mit dem WZV, die Kompostierungsanlage, läuft gut. Fast 30  000 Tonnen Bio- und Grünabfall wurden verarbeitet. Während die Segeberger ihre Mengen erneut um etwa 1000 Tonnen steigerten, stagniert Neumünsters Anteil seit zehn Jahren schon bei 7500 Jahrestonnen. Bruhn-Lobin nannte den Grund: Die Biotonne wird durch eine Mischkalkulation im WZV Segeberg gegenüber der Restmülltonne etwas subventioniert. Unter dem Strich rechnet sich das aber für alle. Der Nutzungsgrad der grünen Tonne ist dort höher. Es gelangt nicht so viel Bioabfall in die graue Tonne, die dadurch günstiger wird. „Eine Biotonne kostet in der Behandlung nur etwa die Hälfte wie Restmüll“, rechnete Bruhn-Lobin vor.

In Neumünster gebe es eine gewisse Trägheit des Systems. SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt wurde konkreter: „Es landet noch zu viel auf dem Komposthaufen und zu wenig in der Biotonne. “ Es sei besser, Abfall professionell zu behandeln. Schmidt „Das passiert hier in der MBA.“

Dort, also in der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage, wurden 2015 insgesamt fast 244  000 Tonnen Abfall verarbeitet. Die MBA ist damit eine der größten Anlagen dieser Art in Deutschland – und eine der effizientesten. Der in der MBA aufbereitete Ersatzbrennstoff für das TEV-Kraftwerk an der Bismarckstraße erzeugt nicht nur Strom, sondern auch Fernwärme für rund 20  000 Haushalte. Der Verwertungsanteil konnte nach Angaben der Stadtwerke erneut gesteigert werden. Nur noch 15000 Tonnen, überwiegend Sand und Steine, kommen auf Deponien in Segeberg, Lübeck und Lüneburg. „Nachbar“ auf Seite 13

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