Gerisch-Stiftung : Maulwurfshaufen als Kunstobjekte

Thomas Judisch hockt inmitten seiner Skulptur, die aus 22 Maulwurfshaufen aus Kunststoff besteht.
Thomas Judisch hockt inmitten seiner Skulptur, die aus 22 Maulwurfshaufen aus Kunststoff besteht.

Die Stiftung präsentiert ihre neueste Erwerbung für den Skulpturenpark: Maulwurfshaufen aus Kunststoff von Künstler Thomas Judisch

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01. Dezember 2014, 14:02 Uhr

Neumünster | Der Maulwurf ist sein Steckenpferd: In der Kunstpädagogin der Klaus-Groth-Schule in Neumünster, Ulrike von Bülow, fand Thomas Judisch (33) eine frühe Förderin seines Talents. „Frau von Bülow war zwar eine strenge Lehrerin, aber sie hat mich immer bestärkt weiterzumachen“, sagt der Künstler, der jetzt nach Neumünster zurückkehrte.

2003 begann Judisch ein Studium der Bildhauerei an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel bei Elisabeth Wagner. Nach dem Diplom folgten zwei Jahre als Meisterschüler bei Eberhard Bosslet an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, und nun ist Thomas Judisch mit einer Arbeit nach Neumünster zurückgekehrt. Am Sonntag wurde „It’s a long way to heaven“ als neueste Erwerbung des Gerisch-Skulpturenpark der Öffentlichkeit präsentiert.

Trotz winterlicher Temperaturen kamen etwa 30 Gäste in den Park, um Judischs Werk zu begutachten. 22, an Maulwurfshügel erinnernde Haufen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und lackiertem Quarzsand hat der in Kiel und Berlin lebende Künstler auf der großen Wiese neben der Villa installiert. „Mit dem Thema ,Maulwurf‘ beschäftige ich mich bereits seit sechs Jahren. Bislang habe ich immer einfache Erde benutzt und sie zu kreisrunden Maulwurfshügel-Formationen aufgeschüttet. Mit der geometrischen Anordnung der Haufen stelle ich herkömmliche Sichtweisen von Natur in Frage“, erklärte der 33-Jährige sein Konzept.

Für die Gerisch-Stiftung zeigt Judisch seine Arbeit nun erstmals als permanente Installation. Auch die Form hat sich geändert. Statt eines Kreises hat Thomas Judisch im Skulpturenpark zwei Kreise zu einer Endlosschleife aufgebaut. „Sie stehen für Herbert und Brigitte Gerisch, die Hand in Hand eine großartige Stiftung leiten“, sagte der Künstler charmant.

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