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Altonaer Strasse : Mauer soll Aushängeschild werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Stadtteilbeirat Wittorf wurden erste Pläne für die Gestaltung der neuen Lärmschutzwand diskutiert.

Neumünster | Die geplante neue Lärmschutzwand an der Altonaer Straße zwischen Ortsausgang und Ochsenweg soll künstlerisch gestaltet das neue Aushängeschild für Neumünster werden und Besucher, in erster Linie vom nahen DOC, in die Innenstadt locken. Auf der Sitzung des Stadtteilbeirats Wittorf am Donnerstagabend hatten die rund 30 Besucher bereits viele Ideen.

„Das ist auch für uns etwas ganz Besonderes, was es so noch nicht gegeben hat, sagte Ralf-Joseph Schnittker, Fachdienstleiter Tiefbau und Grünflächen bei der Stadt. Zunächst erläuterte er den geplanten Bauablauf. Noch in diesem Monat soll der Auftrag für den Abtrag der alten Betonringe und den Neubau einer dann 150 Meter langen und fünf Meter hohen Lärmschutzwand aus Beton und Stahlstützen (der Courier berichtete) vergeben werden. Die Bauzeit soll dann ab April sieben bis acht Monate betragen. Größere Verkehrsbehinderungen auf der Altonaer Straße schloss Schnittker aus. Gearbeitet werde vor allem vom Grünstreifen und Radweg aus. Der Bauverkehr soll über den Ochsenweg laufen, dafür werde die Einbahnstraßenregelung dort aufgehoben. Schnittker kündigte an, dass die alten Betonringe erschütterungsarm abgetragen werden, um die dahinter stehenden Häuser nicht zu beschädigen.

Dann ging es um die Gestaltung. „Teile werden mit Rankpflanzen begrünt, ansonsten gibt die Baugenehmigung aber viele Möglichkeiten“, so Schnittker. Vorstellbar sei eine Gestaltung mit Fotos, abstrakter Kunst, Beamern oder Graffiti. Letzteres sei vielleicht sogar die beste Möglichkeit, um Schmierereien zu vermeiden, regte Schnittker an und fand dafür auch Unterstützung im Publikum. Als Themen wurden der Ochsenweg, die historische Altonaer Straße oder auch bekannte Neumünsteraner Persönlichkeiten genannt.

Sünne Höhn vom Kulturbüro erinnert die neue Wand mit ihren Abschnitten „an einen Kinofilm“. Sie regte Skulpturen und einen Kunstwettbewerb an. Heino Bubach-Bernhardt von der Wirtschaftsagentur schlug ein Raster für die Mauer vor, dass die Wittorfer immer wieder neu gestalten könnten.

ANLIEGER SOLLEN FÜR STRASSENLATERNEN ZAHLEN

Schnittker teilte im Anschluss mit, dass die Stadt so bald wie möglich die Straßenbeleuchtung an der Lindenstraße in Wittorf auswechseln will. „23 Leuchten erhalten LED-Köpfe mit Telemanagement, so dass sich die Helligkeit per Funk stufenlos regeln lässt“, kündigte er an. Dadurch werde Energie eingespart. Die geschätzten Kosten von 17  000 Euro würden zu 65 Prozent (rund 11  000 Euro) auf die etwa 80 Grundstücksanlieger umgelegt. „Die Belastung liegt damit für jeden einzelnen im Hunderter-Bereich“, sagte Schnittker.

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