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FEK : Matthias Lau soll aus dem Aufsichtsrat abberufen werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die CDU möchte einen eigenen Ratsherrn in das Gremium schicken

Neumünster | Mitten in der Wahlperiode und in den laufenden Verhandlungen über die Finanzierung des zweiten Bauabschnitts bekommt der Aufsichtsrat des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) offenbar bald einen neuen Chef: Die CDU-Fraktion will den Vorsitzenden Matthias Lau abberufen.

Auf der Tagesordnung des nächsten Hauptausschusses (12. April, 18.30 Uhr) steht ein Antrag der CDU-Fraktion, den ehemaligen Volksbank-Direktor Lau abzuberufen und stattdessen den CDU-Ratsherrn Klaus Grassau zu wählen. Auf Nachfrage des Couriers sagte der Fraktionsvorsitzende Gerd Kühl: „Es hat sich für die CDU-Fraktion als nicht optimal erwiesen, wenn auf den Aufsichtsratsposten keine Parteimitglieder sitzen. Der Informationsfluss in die Fraktion muss optimal sein. Außerdem interessieren sich bei uns viele Mitglieder für diese Posten.“ Das habe nichts mit der Person Matthias Lau oder seiner Arbeit zu tun. Der Aufsichtsrat werde dann aus seiner Mitte einen neuen Vorsitzenden wählen.

Lau, damals noch Volksbank-Direktor, wurde im September 2014 auf CDU-Vorschlag als Nachfolger des zurückgetretenen Ralph Schmieder (ehemals Vorstand Sparkasse Südholstein) in den Aufsichtsrat und dann zum Vorsitzenden gewählt. Er sitzt dort als Parteiloser auf einem CDU-Platz.

Lau wurde vor ein paar Wochen für ihn völlig überraschend über den Plan der CDU informiert. „Ich finde das schade, aber ich muss das respektieren“, sagte Lau zum Courier. Er sei von der CDU gebeten worden, freiwillig zurückzutreten, aber das komme nicht in Frage: „Jeder wusste, dass ich parteipolitisch unabhängig bin, und das wird auch so bleiben. Meine Arbeit werde ich aber bis zum Schluss ordentlich machen.“ Erst gestern habe er, Lau, gemeinsam mit der FEK-Geschäftsführung im Kieler Sozialministerium um Zuschüsse für den zweiten Bauabschnitt gekämpft. Der Aufsichtsrat habe den Hauptausschuss stets lückenlos über den aktuellen Stand im FEK informiert.

FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen wollte sich zu dem Sachverhalt nicht äußern. Nach Courier-Informationen herrscht im FEK aber Unverständnis über den Plan der CDU, in der jetzigen Phase den Verhandlungsführer zu wechseln. Einige sprechen von Fassungslosigkeit.

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erstellt am 06.Apr.2016 | 11:33 Uhr

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