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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 23:51 Uhr

Grossflecken : Massen strömten zum Turmkonzert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der 18. Auflage der Traditionsveranstaltung war der Großflecken voller Menschen.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 17:38 Uhr

Neumünster | Schon gegen 11 Uhr strömten die Massen herbei. „Ich war letztes Jahr zum ersten Mal hier und ganz überrascht, wie stimmungsvoll das ist. Wir sind extra früh aufgestanden“, sagten Ursula Moritz (63) und ihr Mann Rudolf (68) aus Flintbek. So dachten wohl viele, der Großflecken war am Heiligabend mittags voll mit Menschen. Das Wetter war ideal: Nicht zu kalt, sonnig, windstill – auch zur Freude der Musiker, die von den Türmen der Häuser an der Holstenstraße herab ein prächtiges Konzert ablieferten.

Als die „Swinging Nikoläuse“ unter Michael Weiß „Jingles Bells“ oder auch die „Bourbon Street Parade“ jazzig-lässig mit Sousaphon, Banjo, Trompete und Saxophon intonierten, war fast schon kein Durchkommen mehr. „Letztes Jahr waren es etwa 4000 Menschen, heute sind das mehr“, schätzte Gastgeberin Monika Krebs im zweiten Stock. Unten lauschten die Massen andächtig Klassikern wie „Ihr Kinderlein kommet“, „O Tannenbaum“ und „Alle Jahre wieder“. Zur Gaudi aller schüttete Konzertorganisator Horst Schrinner bei „Leise rieselt der Schnee“ aus der SWN-Hubsteiger-Kanzel Kunstschnee übers Volk. Besonders schön gelangen „Still, still“ mit Trompeten-Soli und „Gloria in excelsis Deo“ mit Echos vom gegenüberliegenden Turm.

„Das lässt weihnachtliche Stimmung in die Herzen einziehen. Sie alle sind hier, das verdanken wir einem Mann“, lobte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras mit Blick auf Schrinner. Riesenbeifall und Pfiffe brachen los. „Genießen Sie die wertvolle Zeit im Kreise Ihrer Lieben“, sagte Schrinner und dankte allen Unterstützern; die Holstenturm-Mieter erhielten Extrabeifall. Dann gab’s Gänsehaut: Mit weichem Timbre sang Christina Heeschen strahlend das „Ave Maria“. Sie erntete Jubel und begeisterte Pfiffe und bedankte sich: „Es ist für mich eine Riesenehre, seit mehreren Jahren hier zu singen. Ich habe schon ein komisches Gefühl, wenn ich Euch alle so sehe, aber es ist dann ein schönes, weihnachtliches Gefühl.“ Schrinner war gerührt: „Sensationell, ich muss dich umarmen.“ Auch das Duett mit Christian Funk („White Christmas“) gelang locker-flockig.

Dann sang der „vielleicht weltweit größte Chor“ (Schrinner) – Chorsänger aus der Stadt und viele Zuschauer – vier Klassiker, final „O du fröhliche“. Das Konzept, die Bläser nur aus den Türmen musizieren zu lassen, kam durchaus an. Gudrun Kirsch, Mutter der Musikerinnen Angelina und Madlin (Mädchen-Musikzug) stand vor den Türmen: „Das klingt besser, es ist ein kräftigerer Klang.“ Margit Eichwede (69) und ihr Mann Ralf (70) standen ebenfalls dort: „Sehr schön, das ist eine wunderbare Einstimmung auf Weihnachten. Es sieht so aus, als ob ganz Neumünster hier ist.“ Ihr Wunsch: „Der Weihnachtsmarkt könnte länger auf haben, jetzt hat man doch viel mehr Zeit.“


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