Trappenkamp : Masern: Entwarnung für die Schule

Schulleiter Sven  Teegen lobte die Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Eltern,  Gesundheitsamt  und  Ministerium.
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Schulleiter Sven Teegen lobte die Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Eltern, Gesundheitsamt und Ministerium.

An der Dr.-Gerlich-Grundschule in Trappenkamp wird nach Pfingsten der normale Schulbetrieb wieder aufgenommen.

shz.de von
06. Juni 2014, 06:45 Uhr

Trappenkamp | An der Dr.-Gerlich-Grundschule in Trappenkamp wird nach Pfingsten der normale Schulbetrieb wieder aufgenommen. Das teilten gestern Schulleitung und Gesundheitsamt auf Nachfrage mit.

Nach der Erkrankung eines Kindes an Masern im Mai durften Schüler und Lehrer seit Montag ihre Schule nur mit dem Nachweis der Immunität (Impfausweis oder Blutuntersuchung) betreten. Für die Eltern galt sogar ein gänzliches Betretungsverbot (der Courier berichtete). Diese vorsorgliche Maßnahme zur Vermeidung weiterer Ansteckungen hatte das zuständige Gesundheitsamt des Kreises Segeberg angeordnet und vor Ort auch kontrolliert.

Nachdem während der laufenden Woche, in der eine akute Ansteckungsgefahr bestand, kein weiterer Fall bekannt wurde, wird der normale Schulbetrieb nun wieder fortgesetzt.
„Wir sind froh, dass Schüler, Lehrer, Eltern, das Gesundheitsamt sowie auch das Ministerium so gut zusammengearbeitet haben, um Schlimmeres zu verhindern“, erklärte Schulleiter Sven Teegen erleichtert. Gleichzeitig kündigte er an, dass die jetzt ausgestandene Ausnahmesituation eine Nachbereitung mit allen Beteiligten erfahren soll. „Wir werden dies auch auf der Schulkonferenz in zwei Wochen zum Thema machen“, sagte er. Mit dem Ende der Kontrollen in Trappenkamp ist das Thema der zunehmenden Ansteckungen jedoch nicht vom Tisch. „Zurzeit gibt es im Kreis Segeberg 18 bestätigte Fälle. Damit liegen wir weit über dem Schnitt“, berichtete der Infektionsspezialist Boris Friege aus dem Gesundheitsamt.

„Wir empfehlen gerade jetzt in der warmen Jahreszeit, in der man sich oft in großen Menschenmengen trifft, die Überprüfung des persönlichen Impfschutzes – insbesondere natürlich gegen Masern“, erklärte er. „Nachimpfungen sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen sind praktisch jederzeit möglich. Man sollte sich hier vom Hausarzt beraten lassen und seinen Impfschutz gegebenenfalls auf den neuesten Stand bringen“, so der Appell des Arztes.

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