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Holsteinischer Courier

24. November 2017 | 21:46 Uhr

Schulausschuss : Marode Schul-WCs werden saniert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt profitiert von einem Förderprogramm der alten Landesregierung. Elf Maßnahmen kosten zusammen 775 000 Euro

von
erstellt am 08.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Neumünster | Die drei lindgrünen Toilettenkabinen für die Lehrerinnen an der Johann-Hinrich-Fehrs-Schule versprühen den Charme der 1960er-Jahre. „Das entspricht längst nicht mehr dem Standard“, sagt Schulleiterin Bärbel Wulf-Fechner. An der Lage im Keller wird sich nichts ändern lassen, dennoch ist die Freude an der Schule groß. Das Lehrerinnen-WC und auch das Schüler-WC für die Jungen werden noch in diesem Jahr für 56  500 Euro saniert. Das Geld stammt aus einem Förderprogramm des Landes für die Sanierung sanitärer Räume in öffentlichen Schulen.

Die Stadtverwaltung hat dafür elf Maßnahmen mit einem Gesamtfinanzvolumen von 775  000 Euro angemeldet und darf mit gut 476  000 Euro Fördermitteln des Landes rechnen. Allerdings sind nur fünf neue und zusätzliche Vorhaben darunter. Die anderen sechs waren bereits im Haushalt veranschlagt. Nutznießer werden neben der Fehrs-Schule auch die Immanuel-Kant-Schule, die Gemeinschaftsschule Brachenfeld, die Elly-Heuss-Knapp-Schule, die Walther-Lehmkuhl-Schule, die Gemeinschaftsschule Faldera, die Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld, die Grundschule Gadeland und die Pestalozzischule sein.

An letzterer sollen mit Mitteln des Programms aber nur die Duschräume der Sporthalle saniert werden. Für den Antrag von Gerrit Köhler, Mitglied im Schulausschuss, auch die maroden Toiletten zu sanieren, ist es zumindest für dieses Landesprogramm zu spät: Die Antragsfrist ist abgelaufen. Für alle Baumaßnahmen gilt: Sie müssen bis zum Jahresende fertig, abgenommen und abgerechnet sein.

Als entscheidende Stelle gab der Ausschuss für 2017 und 2018 jeweils 7500 Euro als Zuschuss für den Verein Kulturlokschuppen sowie weitere Mittel für Investitionsmaßnahmen bei mehreren Sportvereinen frei.

Der Leiter der Volkshochschule (VHS), Dr. Björn Otte, konzentrierte sich in seinem Jahresbericht auf die Aktivitäten der VHS zur Alphabetisierung und Grundbildung. Laut einer Studie gelten 14,5 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland als „funktionale Analphabeten“. Das heißt, sie können keine ganzen Sätze oder gar Texte lesen oder schreiben. „In Neumünster sind es 7500 Menschen“, sagte Otte. Die VHS bietet bereits zwei Alphabetisierungskurse an. Jetzt wird Neumünster einer von bundesweit 17 Modellstandorten beim Projekt „AlphaKommunal-Transfer“, das aus Bundesmitteln über den Deutschen Volkshochschul-Verband finanziert wird. Neu an dem Projekt ist, dass die möglichen Teilnehmer direkt angesprochen werden sollen. „Das kann über die Kitas, das Bürgerbüro oder auch über den Allgemeinen sozialen Dienst passieren“, sagte VHS-Leiter Otte.

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