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Boostedt : Marinemusiker ließen lauter Helden erklingen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Über 300 Besucher hörten das Standortkonzert des Marinemusikkorps Ostsee in Boostedt.

Boostedt | „Es freut mich, dass so viele Besucher gekommen sind. Wir mussten Stühle nachstellen“, meinte Boostedts Bürgermeister Hartmut König bei der Begrüßung der 311 zahlenden Besucher in der Sigfried-Steffensen-Sporthalle. Trotz des Fußballspiels HSV gegen Bayern München im Fernsehen hatte das Benefizkonzert des Marinemusikkorps Ostsee erheblich mehr Gäste angelockt als im vergangenen Jahr.

Das Marinemusikkorps präsentierte in diesem Jahr ein Programm unter dem Motto „Helden“. Mit erklärenden Kommentaren stellte Dirigent Fregattenkapitän Friedrich Szepansky die einzelnen Stücke vor. Er erfreute die Zuhörer unter anderem mit der Titelmelodie aus dem Film „Schindlers Liste“ mit Stabsbootsmann Olaf Rothenburger (Klarinette), der schnellen Polka „Im Sturmschritt“ von Johann Strauss (Sohn) oder mit der Musik zu dem Film „Der König der Diebe Robin Hood“ von Michael Kamen. Mit der Ouvertüre aus Leonard Bernsteins Musical „Wonderful Town“ ging es in die Pause.

Diese nutzte Bürgermeister König, um symbolisch einen Scheck von 1555 Euro an die Schulleiterin der Grund- und Gemeinschaftsschule Boostedt, Dagmar Drummen, und an Oberstabsfeldwebel Holger Rousseau für das Soldatenhilfswerk zu übergeben. Beide Institutionen erhalten jeweils die Hälfte des Betrages. „Wir sind sehr dankbar für dieses Geld, mit dem wir sozial schwache Familien unterstützen können“, sagte Dagmar Drummen. Bei der Tombola, an der alle Eintritt zahlenden Besucher mit ihrer Eintrittskarte teilnahmen, ging der Hauptgewinn, ein Fahrrad, an Irmgard Ott aus Neumünster.

Im zweiten Teil des Konzertes überraschte Friedrich Szepansky die Zuhörer mit einem Stück der englischen Rockband „Deep Purple“. Mit „Just a Gigolo“, gesungen von Stabsbootsmann Norman Röhl, endete der offizielle Teil des Konzertes. Zur Freude der Besucher bedankten sich die Musiker für den lang anhaltenden Beifall mit den Zugaben „Gruß an Kiel“, bei dem kräftig mit geklatscht wurde, und „Amazing Grace“.

Ängste bei den Anwesenden, dass dies vielleicht wegen des Abzugs der Bundeswehr aus Boostedt das letzte Wohltätigkeitskonzert des Marinemusikkorps Ostsee in der Sigfried-Steffensen-Sporthalle sein könnte, räumte Szepansky aus, als er am Ende meinte: „Ich freue mich auf ein Wiedersehen in einer vollen Boostedter Halle.“


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erstellt am 31.Okt.2014 | 08:30 Uhr

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