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Marina Weber wirft dem Ausschuss „Gefälligkeitsplanung“ vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Sitzung des Bauausschusses in Boostedt begann mit einem Debakel: Gemeindevertreterin Marina Weber (FWB) warf dem Ausschuss beim B-Plan „Alte Zieglei“ eine „Gefälligkeitsplanung“ vor.

Den bestehenden Hausbesitzern im betreffenden Gebiet waren diverse Bauauflagen wie zum Beispiel lineare Bebauung und eine Knickverlegung auferlegt worden. Ein Boostedter möchte im betreffenden Grundstück ein zweigeschossiges Herrenhaus mit einer Firsthöhe von neun Metern bauen. Er werde um solche Auflagen entlastet. Weber wies weiter darauf hin, dass ein einst gestellter Antrag eines Hausbesitzers auf Erhöhung seines Gebäudes abgelehnt worden sei. Außerdem sei einem anderen angrenzenden Grundstücksbesitzer das Baurecht ehemals verweigert worden. Der Vorsitzende Jens Kruse (CDU) beendete die Diskussion: „Wir machen nicht mehr, als die maximale Höhe festzulegen. Alle umliegenden Besitzer dürfen aufstocken.“ Mit sechs Stimmen wurde schließlich der Vorentwurf im Ausschuss angenommen. Ebenfalls angenommen hat der Ausschuss die Erhöhung der Einfriedung auf einen Meter. Die Frage eines Bürgers, ob in Bezug auf dieses Gebiet eine weitere Bebauung nach Süden möglich sei, wurde verneint.

Uneinigkeit gab es über die Ausgleichsfläche für das Bebauungsgebiet: Der Investor hat eine Fläche in Latendorf vorgesehen, wobei Weber den Wunsch äußerte, sie in Boostedt zu schaffen. Während der Vorsitzende Kruse die Ansicht vertreten hat, eine Ausgleichsfläche außerhalb der Gemeinde sei gesetzlich statthaft, hat Marina Weber daran Zweifel geäußert. „Wir befinden uns gerade am Anfang des Verfahrens, diese Frage wird die Bauleitplanerin des Kreises Segeberg, die unter anderem auch die Größe der Ausgleichsfläche berechnet, entscheiden“, erklärte Kruse auf Nachfrage.

Im Fall der Baupläne für das Neubaugebiet „Stückenredder“, auf denen der beträchtliche Höhenunterschied zwischen Straße und Baugebiet nicht ersichtlich war (der Courier berichtete), ist als Bezugspunkt der höchste Straßenpunkt festgelegt worden. Außerdem darf das Fundament das Straßenniveau um maximal 30 Zentimeter überschreiten.

Die gute Nachricht: Die Gemeinde hat an die Baugenossenschaft Holstein das Grundstück an der Bahnhofstraße verkauft, auf dem 36 Einheiten für seniorengerechtes Wohnen entstehen sollen. „Wir hoffen, dass Anfang 2015 der erste Spatenstich gesetzt werden kann“, sagte Bürgermeister Hartmut König (CDU). Außerdem sind am Stückenredder von den 55 Grundstücken 51 verkauft, zwei reserviert und für zwei weitere Notartermine festgesetzt.


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erstellt am 13.Mai.2014 | 15:18 Uhr

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