Boostedt : Marina Weber denkt nicht an Rücktritt

ürgermeister Hartmut König (Mitte) und sein erster Stellvertreter Manfred Stankat (links) haben Marina Weber den Rücktritt als zweite stellvertretende Gemeindechefin nahegelegt. Damit beißen  sie bei Marina Weber  allerdings auf Granit.
ürgermeister Hartmut König (Mitte) und sein erster Stellvertreter Manfred Stankat (links) haben Marina Weber den Rücktritt als zweite stellvertretende Gemeindechefin nahegelegt. Damit beißen sie bei Marina Weber allerdings auf Granit.

Gemeindevertreter haben ihr den Rückzug nahe gelegt.

shz.de von
25. Januar 2015, 06:00 Uhr

Boostedt | Nach den Ermittlungen des Staatsschutzes in Boostedt scheint das Vertrauensverhältnis zwischen Marina Weber (FWB) und ihren Mitstreitern empfindlich gestört. Die zweite stellvertretende Bürgermeisterin hatte öffentlich geäußert, sie fühle sich bedroht (der Courier berichtete). In einem internen Gespräch legten ihr Bürgermeister Hartmut König (CDU), Wolfgang Brückner (Fraktionsvorsitzender der CDU) und Manfred Stankat (Fraktionsvorsitzender der SPD und erster stellvertretender Bürgermeister) mittlerweile nahe, das Amt als stellvertretende Bürgermeisterin aufzugeben.

„Herr Brückner sagte zu mir, ich solle mir überlegen, den Rückzug anzutreten, da ich großen Schaden über die Gemeinde gebrachte hätte. Außerdem wolle er sich wegen meiner Sicherheit keine Sorgen machen müssen“, bestätigte Marina Weber dazu auf Anfrage. Auch König und Stankat hätten sich diesem Ansinnen angeschlossen. Eine konkrete Aufforderung zum Rücktritt sei jedoch nicht ausgesprochen worden.

Wolfgang Brückner wollte sich dazu nicht äußern. „Es war lediglich ein persönliches Gespräch, zu dem ich nichts sagen werde“, erklärte er gegenüber dem Courier. Manfred Stankat und Hartmut König bestätigten dagegen, dass es eine entsprechende Empfehlung gegeben habe. „Ich finde es nach wie vor bedenklich, in welcher Form Frau Weber ihre Gier nach Öffentlichkeit auslebt. Deshalb habe ich mich der Meinung Brückners und des Bürgermeisters angeschlossen“, berichtete Stankat. Da der Vorschlag, Marina Weber das Amt der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin anzutragen, von der CDU gekommen sei, habe auch die CDU das Vorschlagsrecht, sagte er weiter.

„Ich habe Frau Weber gebeten, auf weitere Scharmützel in der Öffentlichkeit und im Internet zu verzichten. Und wenn Sie für sich und ihre Familie eine Gefahr sieht, sollte Sie sich ernsthaft einen Rücktritt überlegen. Ihr Vorsitz im Sozialausschuss müsste davon ja nicht betroffen sein. Aber es bleibt natürlich ihre persönliche Entscheidung“, erklärte Hartmut König.

Diese hat Marina Weber für sich bereits getroffen. „Ich werde nicht zurücktreten, da ich keine Veranlassung dazu sehe. Und ich werde auch nicht kleinbeigeben, nur weil dies einigen Leuten gut in Kram passen würde“, sagte sie auf Anfrage.  

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