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Baustellen-Verzögerung : Marienstraße: Operation am offenen Herzen kostete viel Zeit

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vorhandene Zeichnungen waren nicht genau genug / Viele Anforderungen mussten unter einen Hut gebracht werden

Neumünster | Die Anlieger der Baustelle an der Marienstraße sind mehr oder weniger genervt, üben sich seit Wochen in Geduld und müssen das noch ein paar Wochen tun: Ende August soll die Erneuerung des maroden Mischwasserkanals fertig sein, sagte Ralf-Joseph Schnittker, Leiter des Fachdienstes Gebäudewirtschaft, Tiefbau und Grünflächen. Grund für die Verzögerung: Die vielen Rohre müssen wegen bautechnischer Vorgaben auf engstem Raum untergebracht werden. Das macht die Sache kompliziert.

„Die Bestandszeichnungen waren nicht so auf den Zentimeter genau, dass man alles am Reißbrett hätte planen können. Wir mussten die Straße aufmachen und schauen, sozusagen am offenen Herzen operieren“, sagte Schnittker. Das sei eine äußerst komplizierte Angelegenheit, „so aufwändig wie die Sanierung eines alten Fachwerkhauses“. Unter der Straße liegen Gas-, Strom-, Telekommunikations- sowie die alten und jetzt neuen Fernwärmeleitungen. Rücksicht genommen werden muss auf die Zwischenschächte und Vorfluter für Regen und Schmutzwasser, auf die Hauseinfahrten sowie die Höhe der Bordsteine.

„Zurzeit muss noch das Niveau zwischen alten und neuen Straßenteilen angeglichen werden“, sagte Schnittker. Veranschlagt ist die Baustelle im Haushalt mit 100  000 Euro für den Kanal. „Wir bewegen uns im Kostenrahmen“, so Schnittker. Seit Mitte März wird bereits gebuddelt; ursprünglich sollte die Baustelle am 19. Juni fertig sein. Die Anlieger dürfen jetzt hoffen: Voraussichtlich sollen die Arbeiter Ende August abrücken.

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erstellt am 12.Aug.2015 | 08:00 Uhr

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