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Neumünster : Maria Braune ist die Landesbeste ihres Fachs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Als Orthopädietechnik-Mechanikerin ist Maria Braune aus Neumünster nicht zu schlagen. Sie ist Landesbeste.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Im Juli legte Maria Braune ihre Gesellenprüfung als Orthopädietechnik-Mechanikerin ab. Kurz danach kam Post von der Handwerkskammer. „Ich durfte mich für den Titel als Landesbeste bewerben“, sagt die 22-Jährige, die bei Orthopädietechnik Nord (OTN) arbeitet.

Mit ihrer Abschluss-Note 1,2 konnte in ganz Schleswig-Holstein keiner mithalten, und so wird ihr von der Handwerkskammer morgen offiziell die Urkunde als beste Orthopädietechnik-Mechanikerin 2017 verliehen.

Angefangen hat ihr Arbeitsleben im niedersächsischen Haren (Ems). „Dort habe ich mein erstes Lehrjahr absolviert“, erinnert sie sich. Über Freunde und familiäre Kontakte stieg der Wunsch, nach Schleswig-Holstein zu kommen. Bei OTN fand sie einen Arbeitgeber, bei dem sie ihre Ausbildung ohne Probleme fortsetzen konnte.

Im Alltag setzt sie sich mit zwei Themenbereichen auseinander: mit der sogenannten Prothetik und der Orthetik. „Prinzipiell helfe ich Menschen dabei, wieder laufen zu können“, erklärt sie. Prothesen sollen Gliedmaßen ersetzen, während Orthesen unterstützend wirken. „Oft kann eine Orthese auf die Extremität entkrampfend wirken“, sagt Maria Braune.

Schon sehr früh wusste die technisch begabte 22-Jährige, dass sie ihr Talent nutzen wollte, um das Leben ihrer Mitmenschen zu verbessern. Auf einem Hof für beeinträchtigte Menschen lernte sie verschiedene Krankheitsbilder kennen.

Ihr Ziel, Menschen zu helfen, verfolgte sie auch bei der Gesellenprüfung. „Wir haben für einen realen Menschen Prothesen gebaut“, erinnert sie sich. Ihr Ziel war es dabei, dass die Kundin die Prothese erhalten sollte. Da es jedoch eine Abschlussarbeit war, ging diese Arbeit nicht an die Kundin. „Das fand ich schon schade“, sagt sie.

Im beruflichen Alltag bekommt sie sehr viel von den Menschen zurück. „Das Schönste ist, wenn jemand mit dem Rollstuhl kommt und am Ende hier eigenständig rausläuft“. Das ist es, was sie jeden Tag motiviert. Das Lächeln der Menschen, denen es durch ihre Hilfe im Alltag wieder besser geht. Dabei versucht sie auch, auf ihre Kunden einzugehen, und nimmt Anteil an den Schicksalen, die die Menschen zu ihr führten. Die Auszeichnung, die sie nun erhält, freut sie sehr.

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