Bordesholm : Manni ist wieder da!

Der erste Mammutzahn sitzt wieder an seinem Platz, den zweiten passt Harald Boigs gerade an.
Der erste Mammutzahn sitzt wieder an seinem Platz, den zweiten passt Harald Boigs gerade an.

Nach 12 Jahren ist die Skulptur ins Bordesholmer Land zurückgekehrt und wird restauriert.

shz.de von
12. August 2018, 08:00 Uhr

Bordesholm | Viele Fans des ehemaligen Eiszeitmuseums in Bordesholm haben Manni, das Mammut, sicher noch in Erinnerung. Im damaligen Eiszeitmuseum war Manni das Erkennungssymbol und auch das Markenzeichen des Museums. Heute steht die 2,50 Meter hohe Tierbüste, erheblich ramponiert und nach 13 Jahren Abwesenheit, im Brügger Museum für Erdgeschichte „Tor zur Urzeit“. Die Nachbildung eines Wollmammuts steht zusammen mit dem ebenfalls wieder zurückgebrachten Baby-Mammut und einem Moschus-Ochsen im Findlingsgarten des Brügger Museums. Von 1999 bis 2002 war der in einem Teich sitzende Manni das Markenzeichen des Stolper Eiszeitmuseums. Bis 2006 war Manni in Bordesholm der Hingucker.

Manni fand dann für 12 Jahre im „Natureum Niederelbe“, das an der Elbmündung 30 Kilometer von Cuxhaven entfernt liegt, ein neues Zuhause. „Wegen eines Konzeptwechsels wollte das ,Natureum Niederelbe‘ die Nachbildungen als Dauerleihgaben loswerden. Da haben wir sofort zugegriffen“, erklärte Museumsleiter Dr. Gerald Kopp.

Mit Hilfe der Firmen Dilba-Kunstoffbau aus Neumünster, der Wattenbeker Firma Kfz-Service Gerhard Möller und der Freiwilligen Feuerwehren Brügge und Wattenbek wurden die drei Exponate nach Brügge transportiert. Für die recht umfangreiche Restaurierung von Mammut Manni und dem Baby-Mammut sowie dem Moschus-Ochsen hat die VR Bank Neumünster zusammen mit der Geschäftsstelle Bordesholm 1000 Euro gespendet.

Nun hat der in Bordesholm bekannte Graffiti-Künstler Harald Boigs alle Hände voll zu tun, die Ausstellungsstücke zu restaurieren. Der erste Mammutzahn sitzt wieder an seinem Platz, der zweite will noch nicht so richtig passen. Die Modelle sind aus Glasfaser verstärktem Kunststoff und an vielen Stellen defekt. „Die Reparaturen sollten vor dem Winter fertig sein, damit kein Wasser in die Kunststoffhüllen eindringt und bei Frost das Material sprengt“, resümiert der Künstler.

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