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Baustellenmanagement : Manager soll Baustellenchaos beseitigen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Verwaltung will drei neue Stellen im Fachbereich Bau schaffen. Die Personalkosten liegen bei 120 000 Euro.

Neumünster | Kurzfristig angekündigte Sperrungen, falsche oder fehlende Schilder, schlechte Umleitungsstrecken und eine Kommunikation, die zu wünschen übrig ließ: Beim Baustellenmanagement herrschte bisher oft Chaos in Neumünster. Das soll sich nun ändern. Die Stadt will zum 1. Januar einen Baukoordinator in der Abteilung Tiefbau einstellen. Er soll die Baustellen im Stadtgebiet planen, koordinieren und überwachen. Abstimmen muss darüber nach den Beratungen in den zuständigen Ausschüssen die Ratsversammlung am 15. Dezember.

Um die Qualität des Baustellenmanagements weiter zu verbessern, schlägt Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras außerdem vor, im Fachdienst Sicherheit und Ordnung zwei zusätzliche Planstellen bei der Verkehrsaufsicht zu schaffen. Die Personalkosten für alle drei Stellen belaufen sich auf knapp 120  000 Euro pro Jahr. Für die Bürger wird zum 1. Januar ein neues Modul auf der Homepage der Stadt installiert, das dann alle geplanten und laufenden Baustellen anzeigen soll.

Mit diesen Vorschlägen reagiert die Verwaltung auf einen Beschluss der Ratsversammlung vom Juli. Die Kommunalpolitik hatte damals gefordert, Baustellen nur dann einzurichten, wenn ein präziser Beginn und ein präzises Ende definiert und verbindlich bei der Auftragsvergabe vereinbart worden sind. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Bautätigkeiten in den kommenden Jahren nicht ab-, sondern eher zunehmen werden. Geplant sind umfangreiche Investitionen für Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen, unter anderem im Bereich der Kanäle, aber auch beim Ausbau von Fernwärme- und Breitbandnetz. Für Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras liegen die bisherigen Schwierigkeiten auch daran, dass sich die Zahl der Baustellen-Anordnungen in der Stadt von 2013 bis 2015 von 258 auf 502 nahezu verdoppelt hat. „Dies führte trotz eingeleiteter Maßnahmen wie Prioritätensetzung oder der Aussetzung regelmäßiger Kontrollen zu einer Arbeitsverdichtung, die für die Zukunft ausgeschlossen werden muss“, sagt der OB. Künftig soll im Zwei-Jahres-Rhythmus eine Überprüfung des Personalbedarfs erfolgen.

Die Fachfrauen aus den beiden großen Ratsfraktionen von CDU und SPD, Helga Bühse und Franka Dannheiser, begrüßten gestern auf Courier-Nachfrage grundsätzlich die Vorschläge aus dem Rathaus. „Es ist unbedingt erforderlich, dass sich die Situation verbessern muss“, sagte Helga Bühse. Doch Fragen haben beide noch. „Wie sollen die außerplanmäßigen Kosten gedeckt werden? Und was genau sind die Aufgaben des Koordinators?“, formulierte etwa Franka Dannheiser.

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erstellt am 24.Nov.2015 | 19:00 Uhr

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