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Frauenfrühstück : „Man nimmt immer etwas Neues mit“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

160 Teilnehmerinnen genossen im Kiek In einen Vormittag mit Informationen und Gesprächen.

Neumünster | Drei Tage vor dem Internationalen Frauentag am 8. März fand am Sonnabend im Kiek In das frühjährliche Frühstückstreffen für Frauen statt. Zum 51. Mal seit 1993 organisierten Neumünsteranerinnen das christlich ausgerichtete Frühstück, um Frauen einen kurzzeitigen Ausstieg aus dem oft kräftezehrenden Alltagstrott zu bieten. 160 Teilnehmerinnen genossen neben einem Büfett und Gesprächen auch den Vortrag von Birgit Sych zum Thema „Was trägt, wenn nichts mehr trägt?“

„Die Frauen fühlen sich verwöhnt. Sie setzen sich hin und alles ist vorbereitet. Dazu sollen sie die Möglichkeit bekommen, etwas über Gott zu erfahren“, erläuterte Mitorganisatorin Monika Wurr. Zwölf Frauen aus verschiedenen evangelischen Kirchen haben mitgeholfen, die zweieinhalbstündige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. „Katholische Helferinnen konnten wir noch nicht gewinnen“, sagte Monika Wurr.

Sie engagiert sich aus Überzeugung: „Ich wollte schon immer etwas für andere Frauen tun. Eine zufriedene Mutter sorgt für eine glückliche Familie.“ So stellten die Organisatorinnen auch eine Kinderbetreuung im Haus bereit. Die meisten Besucherinnen gehörten der Generation ab 50 Jahren an. „Wir freuen uns über Frauen jeden Alters“, betonte Monika Wurr. Zwischen Kaffee und Brötchen erzählte die Neumünsteranerin Monika Mundt (50) in einem sehr bewegten und bewegenden Bericht von ihren persönlichen Erlebnissen des Wiederfindens. So schilderte die ehemalige alleinerziehende Mutter vom Verlust und Wiederfinden des Glaubens und wie sie zudem ihre beste Freundin und ihren jetzigen Ehemann gefunden hat. Das Referat der Mathematiklehrerin und siebenfachen Mutter Birgit Sych kreiste um die Frage: „Was passiert, wenn mir der Boden unter den Füßen weggezogen wird?“ Der mit persönlichen Erlebnissen gespeiste Vortrag über Notausgänge und Rettungsanker in Ausnahmesituationen wie der Krebsdiagnose oder dem Verlust eines geliebten Menschen kam gut an bei den Besucherinnen. „Man nimmt immer etwas Neues mit. Wir hören uns gerne Vorträge an. Und natürlich gefällt uns die Geselligkeit, die Möglichkeit, sich in größerer Runde zu unterhalten“, erklärte Anika Kirchhoff aus der Gartenstadt ihren Besuch mit ihren Freundinnen. Ihre Freundin Ines Karge aus Einfeld findet, ein Treffen ohne Männer hat eine eigene Qualität: „Wir sprechen anders, wenn wir unter uns sind. Die Themen sind andere als mit Männern. Diese Treffen geben uns viel.“ Abgerundet wurde der Vormittag mit Buchempfehlungen und musikalische Einlagen von Jochen Riemer und seiner Tochter Antonia.

Das Frühstückstreffen für Frauen in Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein und wird in rund 220 Städten bundesweit ausgerichtet. Das nächste Treffen in der Stadt findet am 19. November wieder im Kiek In an der Gartenstraße 32 statt.

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