Nordbau : Maler und Lackierer suchen ihren Landesbesten

Sarah B achmann lernte bei Willy Rix an der Spreestraße und rechnet sich gute Chancen im Landesleistungswettbwereb aus.
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Sarah Bachmann lernte bei Willy Rix an der Spreestraße und rechnet sich gute Chancen im Landesleistungswettbewerb aus.

Nordbau ist zum dritten Mal Austragungsort des Landeswettbewerbs. Trainiert wurde in Halle 8

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16. September 2017, 07:30 Uhr

Neumünster | Für Sarah Bachmann, Zakir Ahmadi und die anderen Innungsbesten geht es heute Vormittag um die Landeskrone. Der beste Nachwuchs im Maler- und Lackiererhandwerk tritt – zum dritten Mal in Folge – auf der Nordbau zum Jahres-Leistungswettbewerb an. Der Sieger oder die Siegerin qualifiziert sich für die Norddeutschen Titelkämpfe und die Deutschen Meisterschaften.

„Das Training vor Publikum auf der Messe ist etwas Anderes, als im stillen Kämmerlein zu üben. Aber das motiviert auch ungemein“, sagt Manfred Marxen, der als Ausbilder und Prüfer der Innung Schleswig-Flensburg auch die Innungsbesten beim Landeswettbewerb in Neumünster betreut. Und er macht deutlich: „Wir wollen an die Öffentlichkeit, suchen so Nachwuchs.“

Vor allem Top-Azubis wie Sarah Bachmann. Die 24-Jährige ist mit einer Doppel-Eins in Theorie und Praxis Innungsbeste in Neumünster geworden, lernte ihr Handwerk bei Willy Rix an der Spreestraße.

Die Aufgabe beim Landeswettbewerb ist es, einen Konferenzraum für die Nordbau zu gestalten. „Wir bekommen fünf Platten gestellt, müssen Tapeten kleben, eine Spachteltechnik zeigen, Stuckleisten kleben und einen Schriftzug in Lack erstellen“, sagt Sarah Bachmann. Bei einer Gestaltung dürfen sich die Nachwuchshandwerker frei und kreativ austoben.

Sarah Bachmann rechnet sich durchaus Chancen im Wettbewerb aus. „Ich bin von meinem Betrieb übernommen worden und werde erstmal als Gesellin arbeiten“, sagt sie. Das Arbeiten vor Publikum ist für sie kein Problem. „Ich bin es gewohnt, mit Kunden umzugehen.“ Denn eigentlich hatte sie ihre Ausbildungszeit als Floristin begonnen. Doch der Betrieb ging pleite, da sah sich Sarah Bachmann eben nach etwas Anderem um.

Ungewöhnlich ist auch der Werdegang von Zakir Ahmadi (23), der seine Ausbildung auf der Insel Sylt beim Malereibetrieb Asmussen machte. Der junge Afghane kam vor fünf Jahren als Flüchtling nach Deutschland. „Da konnte ich kein Wort Deutsch und jetzt bin ich Innungsbester“, sagt er in fließendem Deutsch. „Meine Lehrerin und Mitschüler, die Arbeitskollegen und meine Pflegeeltern haben mir sehr geholfen. Ohne sie hätte sich es sicher nicht geschafft“, ist er überzeugt.

Die Prüfung beginnt um 10 Uhr. Für 12.30 Uhr ist dann in der Buurndeel der Holstenhalle die Siegerehrung im Jahres-Leistungswettbewerb vorgesehen.

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