Mal eben die Hälfte mehr?

jens bluhm2

von
23. Juni 2016, 14:22 Uhr

Nur mal so zum Vergleich: Sie beauftragen einen Architekten, Ihnen ein schickes Haus zu bauen, und einigen sich auf einen Kostenrahmen von, sagen wir mal, 200  000 Euro. Kurz vor dem Baustart kommt der Architekt mit einer kleinen Änderung auf Sie zu: Er habe die Räumlichkeiten nochmal neu durchgeplant, das Haus werde jetzt voraussichtlich 300 000 Euro kosten. Mal ehrlich, vermutlich würden Sie den Architekten in die Wüste schicken!

Okay, bei öffentlichen Bauvorhaben ist vieles anders, und oft ergibt sich erst in der laufenden Planung, dass mit wenig Mehrkosten viel Mehrnutzen zu erreichen ist. Für den Umbau der alten Fabrik an der Anscharstraße zu einem neuen Jugendzentrum ist das nicht zu erkennen.

Nichts dagegen, dass eine zusätzliche Nutzung des Gebäudes durch Kultur- und Kreativunternehmen die Gesamtkosten drückt, wie ursprünglich angedacht. Jetzt sieht es so aus, als wenn die Neben-Nutzung die Kosten nach oben treibt. So war das nicht gedacht!

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