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Holsteinischer Courier

24. August 2017 | 01:34 Uhr

Mal-Aktion zum Thema Armut

vom

Neumünster | Während sonst meist Hobbykünstler ihre Werke im Karstadt-Restaurant ausstellen, durfte sich gestern jeder, der wollte, selbst künstlerisch verwirklichen. "Mit dieser Aktion möchte ich erreichen, dass sich die Neumünsteraner mit dem sensibelsten Thema in der Stadt, der Armut, auseinander setzen", sagte Ruth Bleakley-Thiessen.

Im Mai dieses Jahres hatte sich die studierte Künstlerin aus Plön mit sechs weiteren Kollegen im Rahmen eines Symposiums fünf Tage lang mit Neumünster befasst.

Jeder Teilnehmer durfte gestern seine Gedanken zum Thema Armut mit Wachsmalern und Bundstiften auf Papier verewigen. Tessa Strufe, Kristina Gutschlag und Martje Meyer etwa zeichneten auf der einen Seite ein farbenfrohes Bild von einem fröhlichen Menschen in einem großen Haus. "Der macht sich aber keine Gedanken darüber, dass es noch andere, ärmere Menschen gibt", erklärten die jungen Frauen und zeichneten auf das nächste Blatt das unglückliche Pendant im tristen Grau. Jedes fünfte Blatt blieb frei. "Das steht für jeden fünften Menschen, der statistisch gesehen von Armut betroffen ist", sagte Bleakley-Thiessen.

Doch nicht jeder wollte selbst zeichnen. "Die Aktion stößt auch auf Ablehnung", verriet Ruth Bleakley-Thiessen. Ablehnende Sprüche fanden ihren Weg jedoch auch in das Gesamtwerk, das ab dem 15. September im Log-In bestaunt werden kann.

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erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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