zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 11:39 Uhr

Bönebüttel : Maisernte läuft auf Hochtouren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Noch im Juli mussten die Bauern um die Erträge zittern, doch die Ergebnisse sind ganz passabel.

von
erstellt am 25.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Bönebüttel | Allerorten ist jetzt auf den Landstraßen besondere Aufmerksamkeit gefragt. Die Maisernte läuft auf Hochtouren. Solange es das Wetter zulässt, fressen sich die Häcksler bis in die Nacht hinein durch den grünen Stängel- und Blätterwald der Maisfelder. Dort wo die Häcksler und Erntegespanne unterwegs sind, ist außerdem mit dem plötzlichen Auftauchen von Wildschweinen oder Damhirschen auf Straßen und Wegen zu rechnen.

Die Ausfahrten an den Feldern werden teilweise sogar während des gesamten Ernteverkehrs gereinigt, um die Gefährdung des allgemeinen Verkehrs zu minimieren.

„ Die Anlage am Sickkamp versorgt inzwischen etwa 100 Häuser mit Wärmeenergie. Hinzu kommen als zusätzliche Wärmenutzung Trocknungsanlagen für Getreide, Holz oder Hackschnitzel auf den nahe gelegenen Hof des Landwirts. „Dafür werden insgesamt auf rund 430 Hektar Grünpflanzen mit Mais als Schwerpunkt angebaut. Neben Mais oder Gülle und Rüben kommen heute allgemein Ganzpflanzensilagen aus Grüngetreide wie Roggen und Triticale oder etwa Mischungen aus Roggen und Wicken zum Einsatz. „In der Bönebütteler Anlage macht das etwa einen Anteil von 20 Prozent aus“, sagte Joachim Loop.

Ganz sorgenfrei ist der Energiemaisanbau trotzdem nicht. Die Pachtpreiskonkurrenz zu Kartoffel-, Weizen- oder Futtermaisanbau ist zurzeit noch spürbar und sorgt für Bewegung in den Verhandlungen über Pachtflächen.

„Zumindest bei der Erntemenge haben die Maisbauern im Raum Neumünster Glück gehabt“, meint Loop. Noch Anfang Juli gab es das große Zittern und Bangen um die Ernte. Zu der Zeit stand der Mais im Saarland gerade einmal 30 Zentimeter hoch. Auch in Schleswig-Holstein sahen die Bestände dürftig aus. Dass sich der Mais hier noch so gut entwickelt hat, sei trotz fehlender Reife der Bestände beachtlich. Zum Leidwesen der Biogasanlagenbetreiber sei allerdings der sogenannte Landschaftspflegebonus von etwa 2 Cent pro Kilowattstunde aus dem EEG 2014 (Energieeinspeisegesetz) inzwischen einkassiert worden. Mais gehört nicht zu den anerkannten Pflanzen. Trotzdem dürften die Landwirte vor Ort noch zufrieden sein. Immerhin bringt es der Mais hier auf 32 und mehr Prozent sogenannte Trockenmasse. „Nördlich des Kanals müssen Berufskollegen sich mit dürftigen 24 Prozent zufrieden geben“, sagte Loop.  




zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen