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Damensitzung der KG Nyge-Münster : Männliche Sahneschnitten und Rollator-Einlagen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 feierwütige Frauen der KG Nyge-Münster genossen ein Non-Stop-Programm der Extraklasse.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Knackige Kerle in rattenscharfen Dessous oder in Can-Can-Röcken, Kulttanz à la Rocky Horror, urkomische Parodien auf Pflegenotstand und Diätenwahn und als Sahne-Karamelle ein mitreißendes Helene-Fischer-Double: Bis nach Mitternacht schwoften 150 Frauen bei einem Non-Stop-Programm auf der Damensitzung der Karnevalsgesellschaft Nyge-Münster und amüsierten sich köstlich.

Schlag auf Schlag präsentierte Moderatorin Peggy Oswald am Freitagabend im Holstenhallen-Restaurant witzige Shownummern, kesse Männer-Balletteusen und komische Büttenreden. Männer mussten draußen bleiben – oder sich Perücken auf den Kopf stülpen und sich in wilde Fummel werfen wie Schatzmeister Hartmut Freitag, Reiner Heitmann vom Elferrat oder die Musikmeister Patrick Niebuhr und Thomas Gries. Und sie mussten die Frauenwelt ergötzen: Ex-Prinzenbegleiter Uwe Weller verteilte rote Rosen an alle Damen und sang mit Thomas Gries „Herzilein“. In Strapsen, kessen Kostümen und Blondie-Perücken stürmten die männlichen Sahneschnitten „Elefants“ des Elmenhorster Karnevalvereins die Bühne. Ihre leckere Show mit „It’s raining men“, sexy Hüftschwung und Hebefiguren ließ die Frauen entzückt johlen – diese Nummer war fast nicht zu toppen.

Aber nur fast: Zu später Stunde verwandelten sich die „Marner Plattfeut“ in Dr. Frankenfurter & Co. und tobten in Outfits à la Rocky-Horror-Show über die Bühne – inklusive süßem Transvestiten. In Engel und Teufel verwandelten sich die Mannen der Kieler KG Eulenspiegel. Die Damen auf der Bühne waren Power-Frauen. Die Mitglieder der Ex-Garde wippten als appetitliche Stewardessen einen flotten Boogie-Woogie. Andrea Clausen von Nyge-Münster reimte selbstbewusst als pfundige Frau: „Die Dürren kann man getrost vergessen, die sind nur zu faul zum Essen. Ich kann mir nicht helfen, ich finde mich schön.“

Doris Peters und Reinhart Schulz kalauerten als „Püppi“ und „Scheißerchen“ frivol über Frauen und Männer und prinzliche Warzen, dass sich die Zuhörer kugelten. Den Vogel schossen Bea Bergemann, Iris Niebuhr, Conny Granzow-Meyer und Andrea Clausen ab: Mit Rollator und Klumpfuß wackelten sie auf die Bühne, drückten in Bettpfannen ab, putzten sich die Zähne mit einer Klobürste und legten als wilde Omas einen urkomischen Gangnam-Style-Tanz hin. Das Publikum bog sich vor Lachen – auch bei der hinreißenden Parodie auf den Schlankheitswahn „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“-Song („das kleine Luder tut so, als ob es schliefe“).

Eine perfekte Bühnenperformance präsentierte Barbara Vorbeck: Im hautengen roten Glitzeroutfit, mit High Heals und ansteckendem Temperament mischte sie den Saal als Helene Fischer auf – mit Hits wie „Atemlos“, „Fehlerfrei“, „Mein Herz läuft Marathon“ und „Du bist ein Phänomen“. Das „Weibervolk“ verwandelte sich in einen hundertfachen textsicheren Background-Chor, viele Frauen tanzten spontan und verlangten Autogramme. Nyge-Prinz Daniel I. und seine Lieblichkeit Nicole I. verliehen ihr im Anschluss einen Orden als Dank für diesen hinreißenden Auftritt.

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