Grosskontrolle : Mängel an fast jedem dritten Fahrzeug

Die Polizei kontrollierte am Freitagabend bis in die Nacht insgesamt 395 Fahrzeuge.
Die Polizei kontrollierte am Freitagabend bis in die Nacht insgesamt 395 Fahrzeuge.

Polizei, Zoll und Ordnungsamt überprüften am Freitag 395 Autos vor den Holstenhallen auf der Rendsburger Straße.

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30. Mai 2016, 08:30 Uhr

Neumünster | Ein Polizist brachte es nach der Großkontrolle auf den Punkt: „Das hat sich richtig gelohnt.“ Insgesamt 395 Fahrzeuge wurden am Freitagabend in der Zeit zwischen 18.20 Uhr und 1.45 Uhr von der Polizei, Zollbeamten und Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes auf der Rendsburger Straße sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts vor den Holstenhallen überprüft. Das erschreckende Ergebnis: Fast an jedem dritten Fahrzeug (oder beim Fahrer) gab es Beanstandungen.

Über 100 Mal leiteten die 27 Kontrolleure ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren ein, weil technische Mängel an den Autos, Motorrädern und Lastern festgestellt wurden, die Fahrer nicht angeschnallt waren oder während der Fahrt mit dem Handy telefonierten. Ursprünglich sollten alleine 44 Polizisten vor Ort sein, doch wegen anderer Einsätze wurden viele kurzfristig wieder abgezogen. „Sonst hätten wir bestimmt an die 500 Fahrzeuge kontrolliert und noch mehr Verkehrssünder ausfindig gemacht“, sagte der Polizist. Doch auch so gab es genügend zu tun. Denn neben den Fahrzeugmängeln und Ordnungswidrigkeiten wurden auch 14 Strafanzeigen geschrieben. Fünf Fahrer standen unter Drogen, einer hatte deutlich zu viel Alkohol getrunken. Alle sechs durften ihr Fahrzeug nicht weiter bewegen. Drei Personen waren ohne Führerschein unterwegs. Zweimal hieß der Vorwurf Urkundenfälschung. Besonders dreist: Ein Autofahrer legte den Beamten einen komplett gefälschten Führerschein vor.

Doch auch der Zoll und das Ordnungsamt wurden fündig. Eine Anzeige wurde wegen Schwarzarbeit erstellt, in zwei weiteren Fällen ermittelten die Mitarbeiter Steuerverstöße.

Hinzu kamen noch rund 50 Verwarnungen, weil zum Beispiel der Verbandskasten nicht vorhanden oder dessen Inhalt bereits das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hatte.

Kontrollen diese Art sollen auch künftig mehrmals im Jahr und ohne Ankündigung erfolgen, teilte die Polizei gestern mit.

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