Polizeibericht : Mädchen griffen Polizisten mit einem Messer an

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Zwei Mädchen (14 und 16) haben die Bundespolizei in Neumünster in Atem gehalten.

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01. Februar 2017, 08:15 Uhr

Neumünster | Zwei Mädchen (14 und 16) haben am Freitagabend die Bundespolizei in Neumünster in Atem gehalten. Das teilte Hanspeter Schwartz, Sprecher der Bundespolizei, gestern mit. Kurz nach 22 Uhr erhielten die Beamten eine Meldung darüber, dass sich in einem Zug aus Kiel zwei Jugendliche nicht ausweisen konnten. Außerdem bestand der Verdacht, dass das Duo möglicherweise ausgerissen war. Deshalb standen die Beamten bei Ankunft des Zuges auf dem Bahnsteig in Neumünster und nahmen die Mädchen in Empfang.

Als eine weibliche Kollegin die beiden Jugendlichen gerade durchsuchen wollten, leisteten sie überraschend Widerstand. Die Ältere hatte plötzlich ein Messer in der Hand. „Nur durch einfache körperliche Gewalt gelang es, das Messer abzunehmen“, erklärte Hanspeter Schwartz. Wenig später entdeckten die Beamten auch noch ein Pfefferspray.

Bei der Durchsuchung der 14-jährigen Begleiterin wurden zwei Farbstifte in der Jacke gefunden. Hier ergaben erste Ermittlungen, dass diese Stifte zu einer Sachbeschädigung in Kiel passen könnten.

Es wurde eine Strafanzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt. Das Messer und das Pfefferspray wurden sichergestellt. Die beiden Mädchen wurden in eine Jugendhilfeeinrichtung gebracht.

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